Beiträge von Chrizzly

    Vollste Zustimmung, Mickey.

    Für mich zeigen die Aussagen wie realitätsfern die Vorstellung seitens Management gewesen sein müssen und bis zum Ende waren. Man könnte es auch Arroganz nennen, wie in einigen Artikeln oder Kommentaren hier. Es ehrt in meiner Ansicht Haukeland dass er den Mut hat das zu formulieren und dass er auch Interesse hatte der erste Teil von etwas größerem zu sein. Dass die Realität dann ganz anders aussah merkt man an seinen Aussage dass ihm die Lust an Eishockey vergangen ist. Das finde ich schon ein sehr trauriges Statement, das die herbe Enttäuschung zwischen Versprechungen und Handeln dann deutlich macht. Wenn das bei anderen auch so war, erklärt sich die Unsicherheit der Mannschaft für mich auch mehr. Wenn man sich ständig fragt "Hä? Wo ist denn hier die versprochene Ambition", dann kann das ziemlich demotivierend und verunsichernd wirken. (Einbrüche innerhalb von Spielen, Aufgabe bei frühem Rückstand usw.)

    Ich bin einfach down, wie alle. Eher traurig als verärgert, weil es für mich schon länger klar war dass es so kommt. Spätestens seit Dienstag.

    Das ist aber auch mein größter Kritikpunkt, dass die Tendenzen sehr früh schon sichtbar waren. Und dennoch nichts getan wurde. Ich respektiere dass eine Entscheidung gefallen ist, einfach weiter zu machen. Aber dann muss man nun auch sehen dass das falsch war und daraus ergibt sich, dass man nun Konsequenzen daraus zieht.

    Ich gebe vielen hier recht, dass die Wirkung stimmig mit der Leistung ist, wenn Frieder Feldmann die letzten Worte sprechen muss (warum nicht der Kapitän, der Trainer, der sportliche Leiter, der Geschäftsführer). Ich weiß dass es da auch zu Beschimpfungen gekommen wäre (was ich nicht gut heiße), aber da muss verdammt noch mal jemand mit Verantwortung die Verantwortung übernehmen. So gibt es ein wirklich schlechtes Bild ab. Zudem die Aussagen nun zweigleisig usw. zu planen. Euer Ernst? Es will jetzt immer noch niemand annehmen dass wir DEL2 spielen??? Klar gäbe es noch eine hypothetische Wahrscheinlichkeit, aber das kann doch keiner ernsthaft planen. Ich sehe es auch so wie hier schon gesagt, Bau einen guten DEL2 Kader und verpflichte im Falle eines Falles 2-3 Spieler nach. Schlechter als jetzt kann es nicht werden.

    Ich stimme auch zu, dass die Spieler vieles verkackt haben. Das Team insgesamt. Dass die Stärke auf dem Papier nicht abgestiegen wäre. Hier muss klar die Verantwortung beim Team und Trainer gefunden werden. Ich würde eine Einzelanalyse machen und gewissen Spielern, die darin OK wegkommen, durchaus auch die Chance geben das zu "reparieren" und als Ecksäulen im neuen Team zu fungieren. Aber das sind mMn nur sehr wenige.

    Für mich habe ich entschieden dass ich erst einmal mit dem Thema DEG durch bin. Die letzten 3 Jahre haben keinen Spaß gemacht. Ich bin einfach enttäuscht was seit dem hier zerstört wurde. Ich sehe auch eine Zukunft in der DEL2 kritisch, auch wenn die Liga an sich OK sein mag, wenn es bisher finanziell ach so schwierig war, wird das unten nicht besser. Zumal es dort starke (finanziell und sportlich) Teams gibt. Da sehe ich unser fragiles DEG Konstrukt sehr kritisch. Daher ist der Abstieg für mich ein Übergang dass es hier bald ganz dunkel wird. Da das kein Pech ist, sondern ein länger dauernder Prozess, fehlt mir nun die Identifikation mit dem Weg der letzten Jahre.

    Sollen sie nun mal machen, wenn bei mir die Flamme wieder angezündet wird bin ich wieder dabei. Im Moment ist es aus bei mir. 😥

    Aber meine Ansicht ist, dass hier ein Umbruch her muss (schon länger gemusst hätte). Das nur zur Erklärung zu "alles am Trainer festmachen"

    Damit ist gemeint, dass hier meiner Ansicht nach die Spieler selbst zu wenig in die Pflicht und Verantwortung genommen werden. Es muss immer ein anderer für manchen Bockmist herhalten, der uns Punkte kostet und der ihm ganz sicher so nicht aufgetragen wurde.

    Das sehe ich auch so (daher schrieb ich auch "das hat viele Gründe"). Allerdings ist die Spieler in die Pflicht zu nehmen vor allem die Pflicht des Trainers _;) .

    Aber gut, es ist nun wie es ist und so sei es dann. Hoffen wir dass es gerade eben so noch gut geht. Und dann hoffe ich auf eine konzentrierte, professionelle, emotionsfreie, analytische Aufarbeitung und ein strategisch fundiertes Weichenstellen für die nächsten Jahre (!!! Und nicht ein Weiterhangeln für eine nächste Saison)

    Es ist ja mal wieder schön das wir den oder die Schuldigen suchen.

    Lasst uns lieber die Saison hoffentlich mit dem Klassenerhalt abschließen, ich sage extra nicht feiern und dann können wir uns in aller Ruhe den o.a. Themen widmen. Ich glaube das wir in der DEL bleiben und dann mit einem guten Budget eine deutlich bessere Mannschaft zusammen stellen können, ob jetzt mit NM und SR werden wir dann sehen.

    Grüße und Helau aus Düsseldorf.

    Verantwortlichen ≠ Schuldigen

    Und klar muss man auch auf die Defizite hinweisen können, um sich weiterzuentwickeln.

    Was heißt "lasst uns lieber..."? Das ist doch nicht entweder oder.

    Und _wir_ müssen uns den Themen grundsätzlich gar nicht widmen. Das müssen die entsprechend Verantwortlichen.

    Aber meine Ansicht ist, dass hier ein Umbruch her muss (schon länger gemusst hätte). Das nur zur Erklärung zu "alles am Trainer festmachen"

    aber trotzdem glauben einige, alles (vor allem aber Niederlagen) an den Trainern festmachen zu können.

    Nein, das Ergebnis unserer Situation ist nicht einzig am Trainer festzumachen. Das hat viele Gründe. Aber es gibt zwei Personen die in ihrer Funktion die Verantwortung tragen und das sind Sportdirektor und Trainer. Da die Entscheidungen von Niki Mondt (aus meiner Sicht) vor allem externen Zwängen unterworfen waren und er auch gute Impulse gesetzt hat (Gaudet, Braun diese Saison, letzte v.a. Agostino und Varone, auch einen O'Donnell und Haukeland hat er geholt) ist für mich nun vor allem der Trainer in der Verantwortung. Nicht alleinverantwortlich aber er steht für den Erfolg der Mannschaft. Wenn er Meister würde, würde er den Anteil ja ebenso mit einstecken. Wie würde man ansonsten eine Verantwortung für die sichtbare Situation übernehmen, wenn nicht als Trainer?

    Einem Trainer, dem der Abstieg aus der DEL anlastet, soll wieder Aufbau und Motivation für einen Wiederaufstieg bringen? Ich stimme dir zwar zu, dass Reinprecht nicht alleine Schuld ist (Spielermaterial war vorher schon fest), aber dennoch möchte ich den weder in der DEL noch in der DEL2 hier weiter sehen.

    Er hatte die ganze Saison Zeit und unendliches Vertrauen. Und hat daraus nichts, wirklich nichts gemacht. Im Gegenteil, nicht nachvollziehbare Aufstellungen, fehlende Auszeiten zu passenden Momenten, null Motivation/Zuversicht/Feuer ausstrahlend (OK, Typsache, aber mMn ein Mangel), keine Struktur/sichtbare Taktik, keine Anpassung der nicht funktionieren Taktik, keine Überraschungsmomente (bis auf Januar, aber das sehe ich eher bei der Mannschaft), kein angeordneter Kampf, weitestgehend immer die gleichen Versuche das spielerisch zu lösen > Fehlende Erkenntnis und Reaktion dass dies mit dieser Mannschaft nicht geht, usw.

    Für mich ist das leider sowas von in die Hose gegangen. Ich respektiere das nun bis zum Ende durchzuziehen, aber dann muss ein Cut erfolgen. Leider wieder ("Alles auf Anfang"). Aber der muss kommen, keineswegs ein weiter so. Das haben wir (mMn zu) lange gemacht in der Saison, aber auch die letzten 3 Jahre.

    Ich weiß nicht ob es zu weit führt, dann bitte löschen Admin , aber mich hat der Auftritt und das Gefühl der hilflosen Anteilnahme gestern auch dazu bewegt noch einmal zu spenden. Neben den üblichen und bekanten Bündnissen/NGOs kann man auch auf der offiziellen Seite der Ukraine direkt in das Land spenden. Dabei kann man wählen welchen Bereich man konkret unterstützen möchte.

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    Dies wollte ich einmal teilen, weil es ggf. anderen auch so geht, dass man neben dem Support auch praktisch helfen möchte...

    Ich habe eine Analyse auf n-tv gesehen, bei der vermutet wurde, dass das Ganze ein Script gewesen ist von den USA um sich der Verantwortung zu entziehen und nach innen sagen zu können "seht her, den müssen wir nicht mehr unterstützen, so wie der sich uns gegenüber verhält". Ich glaube Trump sieht wirklich nur die wirtschaftlichen und nationalen Interessen, alles andere ist ihm total egal und ich glaube er hat auch keine Empathie dafür.

    Hier:

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    Es macht das keinen Deut besser, eher sogar noch schlimmer, wenn Kalkül dahinter steckt.

    Aber es hat mich insgesamt auch komplett geschockt. Und ich muss das immer noch verarbeiten. Immerhin gibt es weltweite Solidarisierung, das zeigt mir dass man nicht allein ist. Denn in den USA ist die Reaktion ja relativ gemäßigt angesichts des Ausmaßes. Ich würde wirklich erwarten, dass auch mehr Republikaner hier rote Linien ziehen, was im Namen ihrer Partei geschieht. Aber ich befürchte dass die Anzahl der überzeugten Trump Anhänger einerseits und die ängstlichen, nicht offen in Kritik gehenden, sich und ihre Position rettende Opportunisten andererseits schon zu groß geworden ist.

    Es ist erschreckend wie schnell Allianzen, politische Sicherheiten, ja Demokratie insgesamt zerschlagen werden.

    Anders als in der ersten Amtszeit, wo es eher lächerlich war, habe ich in dieser zweiten, düsteren Trump Amtszeit wirklich Angst, dass die Welt grundsätzlich zugrunde geht. Zumindest werden die Weichen dahingehend gestellt.

    Einzig positiver Aspekt: Ich sehe es als Chance, dass Europa sich mehr eint und stärkt. Dies ist seit Jahrzehnten notwendig. Auch wenn ich persönlich nicht der Fan von rein regionalen Kräften (USA, Europa, China, Russland) bin, da dies auch Konflikte birgt, lieber wäre mir eine gemeinsame Weltpolitik. Aber für den Moment scheint es nicht anders zu gehen als sich von den USA zu emanzipieren ebenso wie die USA sich von Europa distanzieren.

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    Die Frage im verlinkten Artikel ist Wochen, wenn nicht Monate zu spät. Jetzt ändert es auch nichts mehr. Seriös kann kein Trainer der Welt jetzt noch wirklich seine Änderungen (z.B. Strategie) umsetzen und einwirken lassen. Der (auch von mir geforderte) Impuls/Signal wäre auch nur noch ein kurzes Strohfeuer. Es wurde verpasst vor Weihnachten zu zeigen dass man mit allen Mitteln den Abstieg abwenden will. Es ist nichts passiert. Dadurch hat die Lage sich verschlimmert, wie man nun sieht.

    Auch hier im Forum einige Erklärungen warum es nur genau so ging, Forderungen nach Beweisen was ein Wechsel bringt, die Hintergründe zu fehlender letzter Verpflichtung usw. - alles egal. Die Tabelle zeigt dass nichts richtig gelaufen ist. Egal ob nun L. Braun Energie und Motivation mitbringt oder K. Gaudet überdurchschnittlich Tore schießt. Ich hatte es schon im Dezember geschrieben, hatte zwischendurch ein wenig mehr Hoffnung, dass die Wende kommt, aber jetzt wieder sehe ich tiefschwarz. Und habe tatsächlich auch keine Idee, Rat oder Forderung (mehr). Für (seriöse, rationale) Handlungen ist es mMn zu spät. Nun würde ich tatsächlich einfach aufs Glück setzen. Allerdings ein schlechter Ratgeber im Profisport.

    Soso.

    Vermutlich wird tatsächlich jetzt der eine oder andere traurig über diesen Sieg sein, wenn dadurch Reinprecht jetzt wohl doch nicht gefeuert wird.

    Ich nehme das mal auf, weil ich tatsächlich auch kurz überlegt hatte. Nein, ich freue mich über den eindeutigen Sieg. Aber mehr noch über den Eindruck dass nun gewollt und gekonnt wird. Wenn das so in der Richtung weiter geht ist alles in Ordnung. Dann kann man am Ende der Saison noch Mal überlegen wie man weitermacht. Wenn es allerdings nun ein Spiel Aufbäumen ist und die nächsten 6 Spiele wieder so larifari, dann müsste man unter den Eindrücken schauen.

    Jetzt erst einmal alles gut und ich freue mich auch, dass a) die Mannschaft gezeigt hat, was sie kann (und dass sie kann) und b) Braun sich hervorragend (entgegen meiner Erwartung) eingegliedert hat und auch ein positives Momentum ins Team mitgebracht hat.

    Edit: Ein Sieg, der vor allem psychologisch viel mehr als die reinen 3 Punkte wert sein sollte.

    "Unnötige Niederlage"

    "Nehmen einen Punkt mit"

    (Zitat DEG Instagram Post).

    Dachte "Jetzt zählt es"?

    Ein Spiel, das wieder gute Ansätze gezeigt hat, Kampf und Willen? Unglücklich verloren? Immerhin ein Punkt?

    Sorry, ich hatte befürchtet dass ein Sieg ein "Weiter so" legitimiert. Es reicht dafür aber anscheinend auch ein Punkt aus der Verlängerung. Nichts anderes als ein haushoher Sieg hätte das Aufbäumen und die Taten nach den Ansagen bewiesen. Nun wieder so ein "naja, ganz chancenlos waren wir nicht".... Drei (!) Punkte waren notwendig, nicht ein einigermaßen mithalten können. Ich hab echt keine Lust mehr. Ich muss mich anschließen wie ich es hier irgendwo gelesen habe, der Karren wird sehenden Auges gegen die Wand gefahren. Ich bin wirklich enttäuscht, nicht überrascht, aber wirklich tief enttäuscht und allerspätestens nun auch hoffnungslos. Wo sollen die Punkte noch herkommen? Und selbst wenn wir mal was holen, die Konkurrenz ist ja auch nicht komplett chancenlos. Mann.... :fluchen:X(


    PS (nachträglich angehängt:) und dann sehe ich eben hier dass Braun und Scheel als Heilsbringer fungieren sollen. Ich kenne beide nun nicht so wirklich gut und das geht nicht gegen sie, aber ich glaube das wird uns außer mehr Breite gar nichts bringen. Wir bräuchten einen echten Halbgott, der sowohl mitreißen kann, als auch regelmäßig punkten, als auch Spiele entscheiden kann, als auch seine Nebenleute besser macht, als auch Leaderqualitäten hat, als auch körperlich spielen kann... Und noch eine Siegermentalität mitbringt.

    Zitat von DEG HP

    Montag zählt es!

    :gaehn:

    Ich weiß dass es der Job der Presseabteilung mit sich bringt etwas schreiben zu müssen. Und es ist nicht leicht in solchen Situationen überhaupt etwas zu schreiben. Aber ganz ehrlich: mir zeigt dieses Beispiel warum dieses ständige Kommunizieren (z.B. in social Media) auch kontraproduktiv wirkt.

    Was soll das heißen "Montag zählt es!"???

    Zählte es vorher nicht? Was, wenn es wieder eine Niederlage wird? Zählt dann Freitag (wieder)? Dieses Phrasengedresche nervt mich wirklich sehr (momentan). Ich habe zwar keine Lösung, aber mich lässt es nur noch weniger an einen Umschwung glauben. Es wirkt für mich nach einem verzweifelten Versuch auf der kommunikativen Ebene die Wende herbeizuzaubern, bzw. krampfhaft dran glauben zu wollen. Dass dies nicht funktioniert, zeigen die Worte des Kapitäns vor Weihnachten. Aus meiner Sicht: die Zeit der Worte ist (längst) vorbei, es müssen Taten folgen. Entweder von der Mannschaft oder von sonstiger Leitung.

    Kurzer Exkurs zum Fußball: Hannover96 zeigt gerade mal, wie sich ein definierter Anspruch (Aufstieg) in Taten (Trainerwechsel für positive Kehrtwende) niederschlagen kann. (Ich begrüße das nicht per se, denke aber dass wirklich etwas passieren muss.)

    Schauen wir mal was das Spiel bringt. Wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht an einen Sieg und wenn doch, dann nicht an eine nachhaltige Entwicklung, sondern die Legitimation so weiter machen zu können;(

    Sollte da tatsächlich was dran sein, kann ich das persönlich nicht nachvollziehen.

    Zustimmung.

    Ma Müller ist definitiv ein verdienter Spieler. Und klar, er ist keine AL. Aber das wäre wieder so ein Kaliber wie andere deutsche Spieler am Ende ihrer Karriere, ohne das abfällig zu meinen und ohne Namen zu nennen. Aber wir brauchen meiner Meinung nach eher junge, frische, hungrige Spieler, die Bock haben hier zur Legende zu werden. Müller muss keinem mehr was beweisen... Klar, seine Erfahrung und seine Qualität würde für ihn sprechen. Dennoch nicht meine Idealvorstellung.

    Chrizzly: Okay. Aber ich wiederhole ich meine Frage:

    Mal ’ne Frage: Kennst Du nur die kurzen TV-Bildausschnitte, oder kannst Du von Deinem Platz im Dome aus Reinprecht während des gesamten Spiels beobachten (ich nämlich leider nicht)?

    Mir selbst fehlt dieser Eindruck über die gesamte Dauer eines Spiels bisher nämlich leider.

    Mir liegen zur Bewertung nur die TV Bilder vor. Im Dome saß ich zu weit weg um da irgendwas bewerten zu können.

    Emotionen müssen ja nicht nur hurra oder tschakka sein. Sie können ja auch Empathie, Unterstützung, Zuhören usw. sein. Was es auch immer bedarf. Und natürlich müssen sie authentisch sein. Meiner (!) Meinung (!) nach benötigt man auf Spitzenniveau auch emotionale Führung und nicht nur sachlich-faktische. Da SR da anscheinend aber nicht der Typ ist (was nicht schlimm ist), es unserer Mannschaft aber an irgendwas mangelt, wäre es für mich nachvollziehbar zu sagen, dass man nun einen Top-Motivator benötigt.

    Also kurz gesagt, ich glaube/ finde (!) dass eine stark sachlich geprägte Führung, wie sie SR nach außen (!) vermittelt (!) derzeit für unsere verunsicherte Mannschaft nicht weiterhilft. Das nur mein Eindruck und persönliche, subjektive Empfindung. Ich höre aber gern andere Eindrücke, wie die, Micha, von deinem Insight in der Kabine berichtest.

    Da es aber irgendwie einen Impuls benötigt, dringend sogar, wäre diese Option des Trainers meine erste. (Auch wenn ich sonst mehr für Kontinuität bin und nicht für Hau-Ruck-Zeichensetzung um jeden Preis)

    Allerdings muss ich sagen dass ich mir nicht vorstellen kann dass es in der Kabine eine 360° Wende der Art gibt, das ist doch auch null glaubwürdig. Mir fehlt hier einfach das Gefühl dass großes Engagement vom Trainer kommt und es eher resigniert ist oder zumindest so wirkt.

    Da ist es wieder, das was man "sich vorstellen" kann, und das "Gefühl". Das ist aber keine Grundlage für eine objektive Bewertung.

    Mal ’ne Frage: Kennst Du nur die kurzen TV-Bildausschnitte, oder kannst Du von Deinem Platz im Dome aus Reinprecht während des gesamten Spiels beobachten (ich nämlich leider nicht)?

    Ich hatte explizit dazu geschrieben dass es subjektiv ist... Etwas anderes ist mir auch gar nicht möglich. Es ist nur mein Eindruck..mehr habe ich nicht um mir einen subjektiven (!) Eindruck zu verschaffen. Ein absolut objektiver Eindruck ist definitionsgemäß auch gar nicht möglich. Selbst Niki Mondt wird einen subjektiven Eindruck vom Team/Trainer haben. Es gibt keine 100%ige Objektivität, insbesondere im Sport. Der Punkt ist doch ob ich meinen Eindruck teile oder diesen als Fakt darstelle. Ich glaube nicht, dass ich zweiteres tue.

    Ich glaube mit dem Eindruck zu dem Auftreten vom Trainer bin ich auch nicht allein. Es kann dennoch ein falscher Eindruck sein. Ich teile meine Gedanken und begründe damit, dass ich befürworten würde an dieser Stelle ein Signal zu setzen.

    Aber rein interessehalber: Wie ist denn dein Eindruck? Glaubst Du, dass Reinprecht in der Kabine die Mannschaft positiv motivieren / aufpeitschen kann durch emotionale Ansprachen? (zB wie Jürgen Klopp). Und dann an der Bande kaum bis nichts davon zeigt? Für mich (!) wäre das, selbst wenn es so wäre, nicht glaubwürdig.

    Und ganz ehrlich, die bisherigen Ergebnisse sprechen auch nicht dafür.

    Ja ich glaube auch dass solche Konzepte heute nicht mehr funktionieren.

    Allerdings ist der schweigende Analyst auch nur zu einem gewissen Grad (er)tragbar, nämlich wenn es einigermaßen läuft oder auch mal Ruhe in ein Spiel/Mannschaft kommen muss.

    Wir brauchen im Moment auch aufmunternde Elemente (z.B. mal ein Schulterklopfen "Gut gemacht"), die fehlen ja leider auch. Gepaart von auch ein bisschen mehr das Spiel mitleben.

    Wenn ich Spieler wäre (das ist nun wirklich subjektiv!), dann hätte ich das Gefühl egal ob gute oder schlechte Aktion, dem Trainer ist es egal oder er bekommt es gar nicht mit. Da würde mir (!) die Motivation komplett fehlen wirklich alles zu geben. Das nur der Eindruck von außen (!), mag intern alles anders sein. Allerdings muss ich sagen dass ich mir nicht vorstellen kann dass es in der Kabine eine 360° Wende der Art gibt, das ist doch auch null glaubwürdig. Mir fehlt hier einfach das Gefühl dass großes Engagement vom Trainer kommt und es eher resigniert ist oder zumindest so wirkt.

    Hätte er viele Erkenntnisse könnte er die ja auch im Spiel teilen, sich n Spieler zur Seite nehmen "das war schon ganz gut, aber schau mal, wenn du eher passt, dann kann der Center abschließen, dazu fahre etwas schneller rein..." Oder so... Nehme ich nun auch nicht so viel wahr...

    Toller Typ, tolle Statements. Wenn das authentisch ist (wovon ich ausgehe), können wir uns sehr glücklich schätzen dass er sein Herz an die DEG verloren hat.

    Ein Aspekt würde ich aber gern noch aufgreifen wollen, was er anspricht: es ist kein Geld mit einem Investment in den Club zu verdienen. Und das Sponsoring im B2B und international bringt eigentlich keinen Mehrwert. Ich befürchte das ist eben das Problem mit vielen Firmen in Düsseldorf sich sinnvoll im Eishockey zu engagieren. Bei Consumermarken sehe ich da mehr Potential.

    (Ich warte eigentlich immer noch auf ein stärkeres DEG Engagement von Vodafone, die ja im Magenta Umfeld super positioniert wären.)

    Warum hat Niki Mondt Hansson gefeuert. Er wurde als Trainer danach die Saison Schwedischer Meister. Dann hat er Dolak eingestellt weil er sein Freund ist.

    Ich glaube es war Vizemeister, oder?

    "... Weil er sein Freund ist" würde ich nicht bewerten können, aber vielleicht fehlen mir da die Infos.

    Ich finde es auch müßig nun in der Vergangenheit zu graben. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb: wer muss/kann nun was tun, damit das Schlimmste abgewendet werden kann?

    Trainerwechsel wäre zB für mich ein Signal nach innen und außen; Statement zur weiteren Planung/Vorgehen wäre wichtig (aber kein bloßes bla bla, sondern wirklich einen Plan kommunizieren), Teambuildung (da ja anklang, dass nicht jeder immer alles fürs Team gibt), eine ehrenvolle und gesichtswahrende (!) Änderung der Teamhierarchie, v.a. Kapitänsamt (Einer der auch kommunikativ in die Offensive geht, wie McCrea es getan hat), Verpflichtung eines Top Stürmers (AL) (aber kein Rentenvertrag für einen 35 jährigen, sondern einen hungrigen, ehrgeizigen im besten Alter. Sowas wie Haukeland als Stürmer 😉)...

    ...

    Da bin ich total bei dir. Das war der Grund meiner Anmeldung hier eben. Einfach mal überlegen was man tun kann, die vorhandene Energie in positive Energie wandeln. Was tun 😉

    Ein gemeinsames Bekenntnis die Mannschaft positiv zu unterstützen könnte ja ein Angebot von uns allen sein...


    PS: gerade gesehen wir sind mit dem Thema sogar in den n-tv Nachrichten (die sonst fast nie was über Eishockey bringen) - kein schönes Signal:

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    Ich muss sagen, dass ich Steven Reinprecht nicht so gut kenne/verfolgt habe. Bei der Ankündigung dass er unser neuer Coach wird, habe ich mich ein wenig über ihn informiert und dachte mir "Mal sehen".

    Oft denke ich bei so etwas an Künstler, die großartige Werke erstellen, aber nicht erklären können, warum. Ein großer Spieler muss nicht automatisch ein guter Trainer werden. Im Gegenteil, was einem tollen Spieler vielleicht instinktiv gut gelingt, kann er nicht vermitteln und ggf fehlt ihm das Verständnis, warum ein Spieler diesen Instinkt vielleicht nicht hat. Beim Fußball: ein Zauberer kann vielleicht eine Truppe von Zauberern trainieren, aber keine Arbeiter.

    Für mich sollte der Versuch hier mit einem tollen Spieler eine respektierte Mannschaft aufzubauen beendet werden. Nicht weil jemand was nicht kann, sondern weil es einfach nicht so wie geplant harmoniert/funktioniert. Das vielzitierte Missverständnis. Ich denke auch SR hat sich das anders vorgestellt. Vielleicht kennt er die "Arbeit" am Abgrund auch nicht aus seiner Laufbahn? Vielleicht benötigt er andere Spielertypen? Auf jeden Fall ist die Aussage "Die Mannschaft entscheidet das Gesicht, das sie zeigt " eine Katastrophe. Der Trainer sollte dieses Gesicht vorgeben (Spielfreude, Unangenehmer Gegner, Defensive, Offensive, Feuerwerk, Taktikmonster, Prügeltruppe... Die Möglichkeiten sind schier endlos).

    Hallo zusammen,
    nachdem ich interessiert die letzten Seiten gelesen habe, habe ich mich auch mal angemeldet.

    Wäre jemand so nett und könnte mir erklären, warum DEL2 keine Option ist?

    Sebastian

    Da ich das als letzter angesprochen habe, nehme ich den Ball mal auf. Ich glaube in der DEL2 sind die Kosten noch enger gestrickt. Weniger Einnahmen (Sponsoren, TV, Zuschauer), ungefähr gleiche Ausgaben (Halle, Catering, Personal, Fahrtkosten, Material usw.). Ich glaube wenn DEL schon schwierig in Düsseldorf ist, ist DEL2 unmöglich. Das kann nur in Regionen funktionieren, wo wenig andere Alternativen/Vereine sind und ein extrem lokaler Support von Firmen vorhanden ist (Dresden ist ein gutes Beispiel, wenig drumherum, Fußball nicht so stark, Stadt wirtschaftlich solide, viel Mittelstand)

    Es ist natürlich verständlich dass man zunächst Klarheit haben will. Vielleicht wäre das sogar der erste kommunikative Schritt seitens der DEG "wir tun alles um nächste Saison DEL zu spielen, es gibt keine Alternative". Vielleicht kann man dann die notwendigen Schritte auch klar formulieren. Anderseits ist es natürlich auch nicht immer sinnvoll jegliche Strategie offen zu legen.

    Zugleich denke ich dass man solche Defizite wie von dir angesprochenen formulieren kann "Als Fan und Partner habe ich kein klares Bild der Vision wie die DEG agieren möchte. Dieses brauche ich aber um weiter handeln zu können ".

    Auch die Fans könnten ja zB sammeln oder sonstwie supporten, wenn es einen Plan gibt. Ich sag mal bei Derbys sind die kreativen Ideen ja auch unbegrenzt. Warum nicht jetzt auch mal um die Ecke denken... Aber wie gesagt ich glaube wir können da mit unterstützen. zB auch einen offenen Brief mit konstruktiven Ideen, Defizite ansprechen usw...

    Hach irgendwas halt... 🤷🏼‍♂️Ich mach mir wirklich Gedanken und empfinde tiefe Sorge dass es nun unumkehrbar den Bach runter geht. Da können wir im Forum ggf die Energie positiv bündeln?

    OK, aber mir geht es gar nicht so um die Perspektive. (Abgesehen davon glaube ich es geht um alles (DEL) oder nichts (Insolvenz). DEL2 wird nicht machbar sein).

    Mir geht es wirklich um das "Was ist jetzt von wem zu tun" damit es weitergeht. Und was können wir als Fans zB tun? Vielleicht braucht es auch eine direkten Dialog DEG<>Fans, eine Art Krisen-Jahresabschluss-Treffen, bei dem alles offen diskutiert werden kann...

    Tatsächlich könnte ich mir vorstellen dass auch der Verein und Niki Mondt zu einem Teil ratlos sind. Vielleicht helfen da Gedanken und Ideen der Fans? (Also maximale Konstruktivität von allen Seiten)

    Bei allem verständlichen Frust und Ärger, die sich breit machen. Mich würde interessieren was es aus Eurer Sicht für konstruktive und realistische Möglichkeiten gäbe um das Ruder herumzureißen.

    Vielleicht könnte man es als Art Brainstorming sehen? Dabei finde ich sollte im ersten Schritt kein Tabu bestehen, erst im zweiten Schritt müsste man Für und Wider abwägen.

    Hintergrund ist, dass ich tatsächlich einfach keine Ahnung habe, was man tatsächlich tun kann, was nun wirklich hilft. Außer einem Trainerwechsel, den ich momentan für auch notwendig halte, einfach auch als Signal.

    Vielleicht könnte man mit dem Schwarmwissen interessante Spieler finden oder andere ggf auch unkonventionelle Ideen? Was wäre zB mit einem Mannschafts-Teamevent um Selbstvertrauen und Moral zu stärken? Oder dass wir als Fans etwas konstruktives bewegen? Keine Ahnung, Unterschriftenaktion oder sowas? Vielleicht haben die Fanbeauftragten als Schnittstelle ja Infos was das Team brauchen könnte?

    Also einfach die Frage in den Raum: was meint ihr; wer könnte was tun?