Beiträge von Seidenstädter

    aber MN bei euch täte schon sehr weh :)

    Ich verstehe dich, aber ein professioneller Eishockeyspieler muss mit seinem Job nun mal in einem zeitlich begrenztem Zeitraum möglichst viel Geld verdienen, und hat deswegen eine andere Sicht als der naturgemäß nicht neutrale Anhänger eines Vereins. Setzt man die vorurteilsgetrübte Fan-Brille ab, stellt man fest, dass es ein paar Kilometer weiter am jeweils anderen Standort gar nicht mal so schlecht ist, und man es dort auch gut aushalten kann. Selbst wenn die eigenen Wurzeln als Spieler, oder der eigene Legendenstatus auf der jeweils anderen Rheinseite begründet sind.

    War früher so (Schneitberger, Kremershof, Decloe...), ist heutzutage so (MNs Bruder Leon), und wird so sein, solange die beiden Organisationen existieren. Also hoffentlich für immer.
    Und: Zu allen Zeiten haben die beteiligten Fans es überlebt. :)

    Zustände wie beim Fußball.

    Und damit etwas, was zumindest ich absolut nicht haben will. Ich will auch mit diesem Pack nicht in einen Topf geworfen werden.
    Die verstehen NULL davon, was die Kultur des Eishockeys ausmacht - und wollen uns stattdessen die Unkultur der dämlichen Ball-Misshandlung aufoktroyieren.

    Ist es juristisch tatsächlich unmöglich, einfache Maßnahmen durchzusetzen wie "Du trägst schwarze Uniform und Sturmhaube? Dann kommst du hier nicht rein." ?

    Der Saveljev mag ein komischer Typ gewesen sein und ein Faible für unvorteilhafte Hemden gehabt haben, aber einen ganz so schlechten Job hat er offenbar nicht gemacht, wenn man es in der Premierensaison bis ins Halbfinale schafft.

    Grundsätzliche Zustimmung (insbesondere zu den Hemden _;)) und auch das gemeldete Datum mit dem 28.04. stimmt. Da aber ab Mai 2022 alle paar Tage neue Pressemeldungen über Neuverpflichtungen zu lesen waren, hat der nie und nimmer mit der Kaderplanung erst zu diesem Zeitpunkt angefangen.

    Und man mag es sich in der Tat kaum vorstellen, wie es hätte laufen können, wenn er zwei Kaderstellen nicht an Buddies verschwendet hätte.

    Das sind die Fakten, wenn man nach Krefeld in deren erste DEL2-Saison schaut, und von denen die DEG Lichtjahre entfernt ist.

    Der fundamentale Unterschied ist:
    Der KEV konnte damals so frühzeitig für die Zweitklassigkeit planen, dass sogar der lettische Hobby-Manager eine halbwegs brauchbare Truppe zusammenstellen konnte (die allerdings nie ein richtiger Aufstiegskandidat war).

    Die DEG wusste vor dieser Saison erst zum spätestmöglichen Zeitpunkt (Entscheidung über Abstieg im siebten Finalspiel), in welcher Klasse sie antritt. Das sind wirklich sehr undankbare Voraussetzungen, bei denen man den Zugriff auf die Reste-Rampe des Spielermarktes kaum vermeiden konnte.

    Kopfschütteln hat bei mir allerdings die damalige Aussage des DEG-Managements "Mit der DEL2 haben wir uns nicht beschäftigt" ausgelöst. Dieses Statement war nicht dazu geeignet, gewisse Vorurteile meinerseits ("typische Düsseldorfer Überheblichkeit") auszuräumen. Zumindest ansatzweise zweigleisig hätte man schon planen müssen.

    Ich verstehe sowieso nicht, wieso so viele von denen kommen.

    Ist eigentlich ganz einfach zu verstehen: Wenn man - wie ich zum Beispiel - Spaß daran hat, mal ein anderes Stadion zu sehen als das eigene, seine Mannschaft gerne live spielen sieht, und nebenher noch ein paar Freizeitaktivitäten in einer fremden Stadt wie lecker essen und trinken gehen oder Sehenswürdigkeiten angucken mitnimmt, dann fährt man zu Auswärtsspielen.

    Bei der geographischen Verteilung der Klubs in der DEL2 muss man sich dazu aber als Rheinländer in fast allen Fällen eine halbe Weltreise antun. Da sind die unter 30 km Straßenbahnfahrt eine willkommene Abwechslung, die man gerne mitnimmt.

    Olli239 : Ich will deine Beobachtung nicht kleinreden und war, wie oben nachzulesen, selber entsetzt über das Verhalten von Teilen unserer Anhängerschaft.
    Widersprechen will ich nur deiner Wortwahl von "einem Großteil" der Fans. Das ist mir zu negativ verallgemeinernd.

    In unserem Parallelforum gibt es einen Beitrag eines Users, von dem ich weiß, dass er ebenfalls nicht zur provozierenden Sorte gehört. Ich erlaube mal, ihn hier rüberzuhieven:

    Zitat von KEV-Forum

    Mir wurden gestern am Bahnhof Derendorf von einer Gruppe alkoholisierter DEG-Fans Schläge angedroht. Man wollte mich mit mehreren Kopfnüssen fertig machen, weil ich es gewagt habe zu lächeln und einen blöden gelben Hut trage.
    Sind deswegen jetzt alle DEG-Fans schlechte Menschen und asozial?

    Wir waren vor dem Spiel im Schlüssel essen und da waren nur nette Düsseldorfer. Sind jetzt alle Düssis die geilsten Menschen und besonders lieb?

    Der Mensch neigt halt zur Übergeneralisierung und hat dadurch automatisch eine verzehrte Wahrnehmung von so ziemlich allem. Negative und Positive Erfahrungen im Einzelfall werden auf eine ganze Gruppe/Region/Religion/Politik/Ethnie bezogen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch so ziemlich alle Diskussionen, die ich über dieses Derby und generell über die Diskussion KEV vs. DEG lesen durfte.

    Es gibt Arschlöcher auf allen Seiten und im Durchschnitt verteilt sich das auf alle Fanlager gleich, finden wir uns damit ab.

    Ich denke, sein Fazit trifft es ziemlich gut. Ein Unterschied zu "den guten alten Zeiten" ist möglicherweise, dass man früher Leute ganz anders zurechtgewiesen hat, wenn sie sich danebenbenommen haben.
    Im Gegensatz zu heute musste man damals aber auch noch nicht damit rechnen, für solch eine Zurechtweisung krankenhausreif geprügelt zu werden.

    Ein paar abschließende Worte noch zum Spiel an sich, aus meiner Sicht:

    Das war eigentlich eine klassische Partie nach dem Muster, wo eine unterlegene Mannschaft lange Zeit erfolgreich "zumacht" gegen den Favoriten - und wenn das Spielende näher rückt, läuft es üblicherweise auf zwei Ende-Szenarien hinaus:
    Entweder nach dem Motto "Machst du den Treffer vorne nicht, kriegst du ihn irgendwann selber rein" mit einem Überraschungssieg des Außenseiters, oder nach dem Motto "Hauptsache gewonnen, morgen fragt keiner mehr, wie" mit dem hingewürgten Sieg des Favoriten.

    Die völlige Implosion der DEG innerhalb weniger Minuten hat dann die zu erwartende Dramaturgie völlig überraschend abgewandelt: Faustschlag in die Magengrube für die eine Seite, Triumphgeheule bei der anderen Partei.
    Rational erklärbar eigentlich nur dadurch, dass der DEG nach dem Krefelder Dauerdruck im wahrsten Sinne die Luft auf den letzten paar Metern ausgegangen ist.

    Es mag für die reichlich geschundenen Fan-Seelen aus Düsseldorf aktuell wenig Trost sein, aber wie immer im Sport war das eine aktuelle Momentaufnahme, nicht mehr. In einem Jahr, zwei Jahren oder später kann es wieder anders aussehen.

    Ich sage "Am Wiedersehen" bis zum nächsten Mal im Dome - mag es diese Saison sein, in der nächsten, oder irgendwann später.

    Malheur : Bravo, bravo, bravo!

    Die Einschränkungen, die der Rest der Besucher wegen dieser ach so tollen "Kultur" ertragen muss, werden immer schlimmer.
    Ohne diese Gruppierungen würde es deutlich stressfreier zugehen.

    Von mir aus können die sich ihre Choreos und den "bedingungslosen Support" dahin schieben, wo die Sonne nicht scheint.
    Das ist zwar ganz nett anzusehen, die negativen Effekte überwiegen aber bei weitem.

    Ich will darüber hinaus nicht ableugnen, dass mir das Verhalten von einigen unserer Fans einfach peinlich war. Und damit sind nicht nur Ultras gemeint.
    Hass statt gesunder Rivalität, unterste Gossensprache, Beklatschen der Verletzung des Linienrichters...das hat mir die Freude über den Sieg deutlich geschmälert. :facepalm:

    So, geschätzte Sportsfreunde, nachdem wir gestern die Crème de la Crème unserer heißgeliebten Sportart bei ihrer Darbietung in Italien bewundern durften, tauchen wir heute als Kontrastprogramm in die Untiefen der DEL2 ab. Auf dem Programm steht das letzte Straßenbahnderby in der regulären Saison.

    Zwei Dinge sind sicher: Es wird kuschelig mit sehr gut gefüllten Rängen, und beide Teams können drei Punkte gut gebrauchen - die DEG im Kampf um die direkte Qualifikation für die Playoffs, der KEV um Kassel im Duell um Platz 1 auf Abstand zu halten.

    Mit weiteren Einschätzungen tue ich mich schwer. Bei Krefeld lief es in den letzten Spielen deutlich weniger rund als gewohnt. Bei der DEG hatte ich den Eindruck, man hätte die Kurve gekriegt zu dauerhaft stabileren Leistungen, aber dann kamen die ersten paar Minuten in Bietigheim...

    Ich hoffe auf ein schönes und spannendes Spiel; Hirano wird mir fehlen.

    Außerdem hoffe ich darauf, dass die Krawallsuchenden beider Seiten im Zaum gehalten werden - und "unsere" Ultràs dürfen gerne mal lernen, dass man, unabhängig von der Anzahl mit der man aufschlägt, als Gast im fremden Haus immer noch kein Gastgeber mit Hausrecht wird.

    Ich hätte nichts dagegen, wenn das heute nicht das letzte Aufeinandertreffen zwischen KEV und DEG in der Spielzeit 2025/26 wird.

    Was erwartet ihr?

    Und auf Dauer echt anstrengend der ARD-Kommentator mit seiner korrekten Aussprache der schwedischen Namen (Forschberj, Pätterschonn)

    So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein - ich fand es nämlich gut, dass endlich mal jemand die Namen nicht völlig verkehrt ausspricht.

    Der schwedische Torwart sah insbesondere beim ersten Gegentor aus wie jemand, der seine Brötchen irgendwomit verdient, aber definitiv nicht als professioneller Eishockey-Torwart - heißer Kandidat für die Slapstick-Highlights des Turniers.

    Ich bin gespannt, wie sich die uneingespielte deutsche Mannschaft heute schlägt - als Krefelder werfe ich natürlich ein besonderes Augenmerk auf Tim Stützle.

    alle Entscheidungen/Ankündigungen seit dem letzten Derby im Dome zielen nur darauf ab, den Schwach-Gelben den Aufenthalt im Dome so unangenehm wie möglich zu machen. (Egal ob Aktive Szene, Normalo oder Familien etc.)

    Dieser Eindruck kommt tatsächlich auf und das Verhalten der DEG wirkt nicht sehr souverän. Aber wie schon oben erwähnt - was sollen die Verantwortlichen auch machen?
    Offensichtlich geht es darum, "Zeichen zu setzen", wenn man das schwarz-gelbe Anfluten schon nicht verhindern kann.

    Die nächste Peinlichkeit unserer "organisierten Fanszene" aka Schwarzjackenfraktion....:rolleyes3:

    Meine Meinung: Für dieses Mimimi gibt es keinen Grund.
    Mal ganz abgesehen davon, dass man grundsätzlich wissen sollte, wie man sich als Gast im fremden Hause benimmt:
    Die DEG hat das Hausrecht. Damit erübrigt sich bereits jede weitere Diskussion.
    Wenn man sich von Seiten der Krefelder Fanszene nicht an Absprachen gehalten hat - was ja mehr oder weniger zugegeben wurde - darf man sich nicht wundern, dass dann umso energischer auf das Hausrecht gepocht wird.

    Ferner kann es sich die DEG nicht leisten, gegenüber ihren Heimfans den Eindruck zu vermitteln, sie würde "feindliche Übernahmen" einfach so geschehen lassen. Was absolut nachvollziehbar ist.

    Für die Düsseldorfer Verantwortlichen ist das eine Situation, um die sie nicht zu beneiden sind: Wie will man verhindern, dass zu viele Auswärtige den Dome kapern, wenn die Nachfrage so groß ist?
    Der Versuch, das durch zeitweilige Ticketsperre und Verkauf nur an nachgewiesene DEG-Fans zu kanalisieren, scheint ja gescheitert zu sein.

    Mit viel Adrenalin im Blut nimmt der Körper Schmerzen reduziert wahr, und ehrgeizige Sportler tun häufiger Dinge, die aus medizinischer Sicht fahrlässig sind.
    Will sagen: Es ehrt Hirano, dass er weitermachen wollte, das war aber vermutlich keine gute Idee.

    Bert Trautmann hat bekanntermaßen ein englisches Pokalfinale mit angebrochenem Genick(!) zuende gespielt.

    Nachdem der Unfall sehr übel ausgesehen haben soll - ich habe bewusst darauf verzichtet, mir das anzusehen - liest sich die Mitteilung der DEG gar nicht gut. ;(
    Gute Besserung an Yushi, hoffentlich ist es nicht so schlimm, und Gott verhüte, dass irgendwelche langfristigen Schäden bleiben!

    Ernst gemeinte sportliche Grüße an die Düsseldorfer Nachbarn.

    Die Landshuter Ultras sind 2 Minuten vor Ende des zweiten Drittels beim Stand von 5:1 in Regensburg schon nachhause gefahren

    Wie man das als richtiger Eishockeyfan halt so macht. Aber Hauptsache, man singt, dass man seinem Club treu ist bis in den Tod.

    Ich bin in den mittlerweile über 40 Jahren, die ich zum Eishockey gehe, vielleicht dreimal vorzeitig gegangen - da musste schon außergewöhnlich viel Schlimmes zusammenkommen.
    Aber ich bin halt nur alter weißer Mann, und verstehe nichts vom "bedingungslosen Support" der Ultrà-"Kultur".

    Järveläinen geht mir seit unserem Abstieg Jahr für Jahr auf's neue gewaltig auf den S...enkel in dieser Liga, egal für welchen Verein er spielt. Würde also wunderbar zur DEG passen ;)

    Mal ernsthaft: Es gibt gegnerische Spieler, über die regt man sich jedes Mal tierisch auf...und insgeheim bewundert man sie trotzdem, aufgrund ihres Könnens, und weil sie einfach "Typen" sind.
    Früher bei Landshut z.B. Mike Bullard. In so eine Kategorie - selbstredend eine Klasse tiefer - fällt für mich dieser kleine Finne. Kann zwar kaum über die Bande gucken, aber weiß, wo das Tor steht.

    Wenn das Gerücht stimmt, dürftet ihr an ihm viel Freude haben.

    Admin Ich will mir kein Urteil anmaßen, ob man diese Angelegenheit anders, geschweige denn besser hätte lösen können.

    Aber dir auf jeden Fall meinen Respekt bekunden, dass du die mit dem Betrieb eines Forums verbundenen Mühen freiwillig auf dich nimmst.

    liegt das niveau aber leider unter asocial media

    Finde ich überhaupt nicht, die allermeisten Leute hier sind nach meinem Dafürhalten sehr vernünftig und liefern lesenswerte Beiträge.
    Ein paar Ausreißer im Niveau nach unten gibt es immer und überall, kann man nicht vermeiden.
    Für diese verwendet man am besten das schöne österreichische Motto: "Noch nicht einmal ignorieren."

    wir sind alle eishockeyfans!

    So sieht's aus! (Außer Iserlohn, außer Iserlohn...;))

    Lass dir den Spaß nicht nehmen. Sportliche Grüße aus KR!

    Na, dann da können die Kackfelder ja jetzt wieder wildwichsend durch die Gegend rennen, ihren Minderwertigkeitskomplex pflegen und DEG Medien mit ihrem Müll zuscheissen

    Mal ehrlich - hast du einen Komplex? Wenn man deine sonstigen Beiträge so liest, scheinst du eigentlich ein Mensch zu sein, der durchaus Ahnung vom Eishockey hat, und mit dem man prinzipiell die eine oder andere interessante Diskussion führen könnte. Aber sobald eine gewisse niederrheinische Stadt ins Spiel kommt, setzt offensichtlich dein Denken aus.

    Spar dir doch einfach solch dämlich-vulgären Beiträge, das kannst du deutlich gehalt- und niveauvoller.

    Speziell für dich unterbreche ich jetzt mein wildes Masturbieren:P, und gebe meine Sicht der Dinge zum heutigen Spiel:

    Solide Leistung der DEG, gegenüber den ersten beiden Duellen gegen Krefeld deutlich verbessert. Der Trainerwechsel scheint sehr gut getan zu haben, und niemand hätte sich in Krefeld beschweren können, wenn die DEG mindestens einen Punkt geholt hätte. Mit dem sehr aggressiven Nachsetzen der Düsseldorfer hatte der KEV große Schwierigkeiten und holte letztendlich etwas glücklich die volle Punktzahl, auch aufgrund eines schweren Abwehrfehlers. Bednard fand ich nicht so schlecht, wie er hier teilweise gemacht wird - seine unterstellten Schwächen mit der Fanghand hat heute allerdings mit zwei Gegentreffern über den Fanghandschuh nicht ausräumen können.

    Positiv außerdem: Die HuSö-Gesänge sind auch heute ausgeblieben, und man hat es auf beiden Seiten beim üblichen kreativen Niveau ("Scheiß KEV" / "Scheiß DEG") belassen.
    Nervig: Der Stadion-Umlauf wurde unterbrochen, um den Gästeblock abzuriegeln. Toll, dass es mittlerweile so weit gekommen ist. :rolleyes3:
    Vorteil für die Gästefans: Die Abriegelung dürfte die Warteschlangen an den Bierständen deutlich verkürzt haben...und weitere positive Meldung, dass nirgendwo fliegende Bierbecher gemeldet wurden.

    Im Vorfeld war dieses Spiel zum Mentalitäts-Test für die DEG hochgejazzt worden. Auch wenn es für Punkte nicht gereicht hat, hat die DEG diesen Test bestanden.
    Aber: Wohin die Reise für die DEG führt, entscheidet sich sicherlich nicht in den Spielen gegen den KEV, Kassel oder den Sportbund, sondern gegen die anderen Teams der Liga.
    Sollte es der DEG gelingen, konstant gegen diese anderen Mannschaften eine ähnliche Leistung wie heute abzurufen, kann man in Düsseldorf deutlich zuversichtlicher in die Zukunft sehen.

    damit dann trotzdem eh alle vor der Halle kreuz und quer durcheinander laufen

    Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich um polizeiliche Vorgaben, die von den beteiligten Organisationen umgesetzt werden müssen.
    Ich frage mich allerdings, ob sich die Ordnungshüter mit solchen (zumindest meiner Meinung nach) sinnbefreiten Aktionen einen Gefallen tun - Akzeptanz fördernd ist das bestimmt nicht.
    Aber vielleicht bin ich ja einfach nur zu dumm, den tieferen Sinn dahinter zu verstehen. :dontknow:

    Es war in Düsseldorf auch nicht besser, wo ich nach 20 Minuten Anstehen am Einlass, die Schlange bunt gemischt aus Menschen in Rot-Geld und Schwarz-Gelb, von einem etwas überforderten jungen Herren darauf hingewiesen wurde, dass alle Krefelder zwei vorgegebene Einlässe benutzen müssten. Auf meine Nachfrage, was das solle, zumal ich mich nach dem Einlass mit meinen Düsseldorfer Bekannten treffen würde, lächelte er entschuldigend und meinte leise: "Ja, es ist Blödsinn - aber wir sind gezwungen, es so zu machen. Sorry..."

    :vogel:

    Ich stelle hier mal unkommentiert die für Besucher aus Düsseldorf relevanten Informationen zum Spiel morgen in Krefeld rein:

    ---

    Zutritt zur Arena

    ...

    Gästefans, die klar erkenntlich der Düsseldorfer EG zugeordnet werden können, erlangen ausschließlich Zutritt über den Gästeeingang an Parkplatz P2. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich beim Ticket um einen Sitzplatz oder einen Stehplatz im Gästeblock handelt.

    Maßnahmen im Zuge des Hochrisikospiels

    Die Krefeld Pinguine erwarten insgesamt rund 550 - 700 Fans der DEG. Aufgrund der polizeilichen Einstufung und der vorliegenden Erkenntnisse, wird es ab 14:00 Uhr einen Gitteraufbau rund um den Gästeeingang geben, beginnend von der Einfahrt zum Parkplatz P2 bis zu den Tageskassen. Ab diesem Zeitpunkt wird es nicht mehr möglich sein, sich als Fan der Krefeld Pinguine in diesem Bereich aufzuhalten. Auch der Fanshop an der Geschäftsstelle wird daher um 14:00 Uhr schließen – ein Einkauf ist dann nur noch in der Arena selbst möglich. Die Fans aus Richtung Sportsbar Karussell / Girmesgath werden gebeten, die Straßenseite der Rheinlandhalle zu nutzen und erst nach Ende der Absperrung die Straßenseite zu wechseln. Fans, die auf Parkplatz P1 parken oder Mo’s Bikertreff besuchen, können bei diesem Spiel ausschließlich über die Kleinewefersstraße in Richtung Eingänge gehen. Das kleine Törchen entlang des VIP-Eingangs bzw. der Geschäftsstelle wird ausschließlich gegen Vorlage eines VIP-Tickets geöffnet. Ab 15:00 Uhr wird die Westparkstraße für den Straßenverkehr - mit Ausnahme des ÖPNV und für Inhaber eines Parktickets auf P2 - auf Höhe Sportsbar Karussell / Girmesgath und De-Greiff-Str. / Kleinewefersstraße für den Straßenverkehr gesperrt sein.

    Ich erlaube mir, den Beitrag unseres Stadionsprechers Kristian Peters-Lach auch noch rüberzuhieven:

    Zitat von KEV-Forum

    Von beiden Seiten ohne Not Öl ins kaum noch lodernde Feuer geworfen. Kurz vor einem Derby. Das hilft keiner Partei auch nur einen Zentimeter weiter. Eine selbst gebaute Sackgasse- und man schickt noch Autos hinterher.

    Jeder Kommunikationsexperte hätte dringend von einem Statement zum aktuellen Zeitpunkt abgeraten. Insbesondere drängt sich die Frage auf, ob das abgestimmt ist. Erweist dem neuen Pressesprecher sogleich einen Bärendienst.

    Gespräche mit allen Beteiligten im Hintergrund, das Statement der DEG besprechen und gemeinsam einordnen, Ergebnisse konstruktiv und sachlich weitergeben. Kein Finger-Pointing, kein Anfachen.

    Es gilt zudem der alte Grundsatz: Wer sich erklärt, klagt sich an.

    Das war kommunikativ gar nix - von beiden Seiten. Und das ist das eigentlich Erschreckende.

    Beckster : Aufgrund deiner Nachfrage kopiere ich mal eine paar Ausschnitte rüber.

    Zitat von KEV-Forum

    Die Antwort des FP klingt nicht besser als die Aussage der Düsseldorfer zuvor.

    Da sind über 4000 Krefelder im Dome und da sagt man, dass niemand Becher wirft, sondern nur beim Torjubel verschüttet. Man habe da Mal rumgefragt.
    Klasse.

    Und in Krefeld werden sicher auch nur Anfeuerungsgesänge angestimmt. "Düsseldorfer Hu....öhne" Gesänge gibt es dann vermutlich auch nicht in Krefeld. Das machen Krefelder Fans nicht.
    (Ironie aus).

    Das ist schon fast wie Fremdschämen....

    Zitat von KEV-Forum

    Ich finde das Schreiben vom FP einfach überflüssig, eigentlich schon peinlich.
    Man hätte über die Geschäftsstelle Kontakt zur DEG aufnehmen können, und in Ruhe im Hintergrund alles besprechen können.

    Zitat von KEV-Forum

    Hat man das von der Schwarzpulli-Fraktion aufsetzen lassen, und dann unredigiert rausgehauen?
    Bei dem provokativ-eskalierenden Tonfall und der anmaßenden Haltung ("wir können auch anders" - als ob das Fanprojekt das Hausrecht hätte, wie von anderer Stelle schon angemerkt) würde mich das nicht wundern. Aggressivität und sich selbst für den Nabel der Fan-Welt halten gehört dort ja zur "Kultur".

    Absolut nicht hilfreich.

    Mal sehen, was an Feedback zum Spiel gegen Freiburg kommt, wenn da nichts geworfen wurde, warum sollte man dann die Freiburger für etwas bestrafen, was Rosenheimer, Krefelder, Weißwasseraner und Kaufbeurer "verbrochen" haben?

    Okay, dein Statement kann ich nachvollziehen.

    In einer idealen Welt würde man auf jegliche "Sippenhaft" verzichten, und gezielt die Verursacher herausgreifen und bestrafen.
    Bekanntlich leben wir aber nicht in einer idealen Welt, und man muss umsetzen, was Unschuldige am besten vor Stress schützt.

    Vielleicht sehe ich es in der Rückschau zu positiv, mein Eindruck ist, dass in früheren Zeiten auch die "Selbstreinigungsprozesse" in der Fanszene besser funktioniert haben.
    Da waren Grenzüberschreiter tendenziell aber eher noch (spät)pubertierende Kiddies, die sich daneben benommen haben und nach einer deutlichen Ansage kleinlaut wurden.

    Martialisch ausgerüsteten Gruppen in uniformer Kleidung wie heute überall vertreten, sind schwerer "einzunorden".

    halte ich es für wahrscheinlich, dass Hümer nach Bick und Hane das nächste Torhüter-Eigengewächs sein wird, das wir vergrault haben werden

    Na dann können wir uns ja schonmal darauf einstellen, dass er wie die beiden genannten früher oder später für uns aufläuft.

    Andererseits hat Krefeld eine jahrzehntelange Tradition darin, Karrierekiller für hoffnungsvolle deutsche Nachwuchstorhüter zu sein.
    Natürlich mit der Ausnahme des legendären und einzigartigen Robert Müller.

    Um mal Karl Lagerfeld, Gott habe ihn selig, leicht verfremdet zu zitieren: "Wer Facebook-Kommentare liest, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." _;)
    Mal ernsthaft: Die sogenannten sozialen Medien sind und bleiben Güllegruben des Internets. Darum ziehe ich "altmodische" Foren wie dieses hier, oder sein Pendant der KEV-Fans, deutlich vor.
    Die Qualität der Kommentare und das durchscheinende Fachwissen der Beitragenden ist deutlich höher, das Lesevergnügen ausgeprägter.

    Zum eigentlichen Thema: Es wird schon Gründe gegeben haben, warum die DEG diesen Schritt getan hat. Daher Verständnis von meiner Seite.
    Zumal es ja nicht nur die grundsätzlich immer pösen, pösen Krefelder betrifft, sondern auch die Rosenheimer, die die DEG doch ganz, ganz lieb haben - oder habe ich beim Verhältnis zum Sportbund falsch verstanden? ?(

    Allerdings bin ich ein Freund des Prinzips "Gleiches Recht für alle". Darum finde ich unterschiedliche Regelungen für verschiedene Gästeclubs grundsätzlich fragwürdig.

    So oder so, mich wird es nicht betreffen. Sollte ich zum nächsten Spiel in den Dome kommen, werde ich wieder neben meinen Düsseldorfer Freunden sitzen. Und in der Pause und während des Spiels fachsimpeln und Bierchen trinken.
    Selbstverständlich nicht durch Werfen verschwenden - ist doch viel zu schade um das leckere Alt. :prost:

    O je o je o je.

    Ich fange an, mir große Sorgen zu machen um meinen Lieblings"feind". Und damit stehe ich als Krefelder Eishockeyfan der alten Schule bestimmt nicht allein.
    Bei aller auch gerne mal intensiven Rivalität: Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr die Kurve kriegt und die Leistung auf's Eis bringt, zu der eure Mannschaft fähig sein sollte.

    Das meine ich völlig frei von jeglicher Ironie - das als Hinweis an gewisse Foristen hier, die aufgrund ihres fanatischen Krefeld-Hasses nicht verstehen, dass man euch bei uns in weiten Teilen mehr respektiert, als ihr glaubt.

    Eine Eskalation mit Pfeifkonzerten Boykotten zur rechten Zeit, hätte vielleicht den ein oder anderen noch aufgeweckt. Das kam aber nicht, es wurde immer fröhlich geklatscht.

    Ich kann deine Meinung 100%ig verstehen. Auch bei diesem Punkt war die Entwicklung in Krefeld genau dieselbe. Keine Ahnung, wie viele unzählige Male ich das Stadion nicht nur stinksauer verlassen habe, weil man sich mal wieder ohne echte Gegenwehr vom jeweiligen Gegner hat demütigen lassen - ich habe zusätzlich Schleudertrauma gehabt vom Kopfschütteln über das Publikum, welches die Mannschaft brav applaudierend und mit einem Schafslächeln im Gesicht in die Kabine verabschiedet hat. Als ich zum Eishockey gekommen bin, wurden Nicht-Leistungen mit Pfeifkonzert quittiert und von den Rängen gesungen "Hört ihr Leut' ihr sollt es wissen, der KEV spiel heut' beschissen!"

    Vielleicht ist das aber auch eine Altersfrage und heutzutage wirklich nicht mehr zeitgemäß. Während früher Minderleistungen in Arbeit oder Schule einen entsprechenden "Einlauf" vom Chef oder Lehrer zur Folge hatten, wird heute jede noch so berechtigte Kritik in 3 LKW-Ladungen Watte verpackt, weil man der Meinung ist, dass die empfindsame Seele des Adressaten sonst einen irreparablen Schaden nimmt.

    Eine Generation, die an diesen Umgang gewöhnt ist, verunsicherst du mit einem Pfeifkonzert vielleicht wirklich mehr, als es nützt.

    Ich beobachte hier sehr ähnliche Reaktionen auf den Lauf der Dinge nach dem Abstieg, die man in Krefeld auch vor einigen Jahren durchlaufen hat.
    Unrealistisches Träumen vom sofortigen Wiederaufstieg, Fremdeln mit der Liga und ihrer langsameren und schlechteren Spielweise, die Selbst-Fehleinschätzung, dass man dort "nicht hingehört".
    Dass ungläubige Erstaunen darüber, dass "kleine" Standorte dem geliebten eigenen Team eine krachende Niederlage verpassen.
    Und das nach langem Frust, den permanentes Herumkrebsen im Tabellenkeller der DEL so mit sich bringt.

    Und was ist daran falsch ?
    Ich erinnere noch mal an meinen Post an anderer Stelle, bzgl dem Abstimmen über Auf- und Abstieg von "Todgeweihten" wie Iserlohn und Augsburg.
    Vermutlich erledigt sich das Thema sportlicher Aufstieg auf andere Weise.

    Das man direkt wieder hoch geht, war von Anfang an doch utopisch.
    Wer sich mit der DEL2 nicht arrangieren kann wird nicht glücklich werden, fürchte ich.

    Eine realistische und treffende Einschätzung. Wie brutal das erste Jahr nach dem Abstieg sein kann, hat Bietigheim lernen müssen.
    Es geht für euch jetzt nicht um irgendwie geartete höhere Ansprüche, sondern tatsächlich um das Überleben in einem gänzlich veränderten Umfeld.
    Nicht schön, ist aber so.

    Ich weiß, ein Teil von euch wird meine folgende Aussage aus Prinzip ablehnen, weil sie bei der Erwähnung des Begriffes 'Krefeld' Beißreflex und Schaum vor dem Mund bekommen.
    Trotzdem: Guckt uns an, wo wir jetzt stehen. Um zu sehen, was möglich ist, wenn man die Realitäten akzeptiert und das Beste aus den gegebenen Umständen macht. Wir waren im Grunde schon tot und begraben, am Ende.
    Und wir leben trotzdem weiter, inzwischen und nach langem Warten wieder mit Freude und Stolz.

    Ich sehe keinen Grund, warum ihr in Düsseldorf so einen Turnaround nicht auch schaffen solltet.

    Ob das am Ende dann für die oberste Spielklasse reicht - für uns, euch oder beide - steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.
    Ich sehe die Chancen nicht gut und fürchte, dass die DEL nach Ablauf der aktuellen Vereinbarung zu einem closed shop zurückkehrt.

    Haltet durch - es kommen auch wieder bessere Zeiten!