Statement und Beschluss der DEG Eishockey GmbH zum Thema „Becherwürfe“

  • Mit Bestürzung haben wir nach dem Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren erneut Beschwerden vernommen, die sich über Becherwürfe aus dem Gästebereich im Oberrang beklagt haben. Wir nehmen diese Nachrichten sehr ernst und wollen nun verstärkt versuchen, dieses Problem anzugehen.

    Vorab: Für die DEG ist das vermehrte Becherwerfen in dieser Form ein neues Problem in der DEL2. Zwar gab es auch in der DEL vereinzelte Vorfälle dieser Art, aber ein derart gehäuftes Auftreten von Würfen durch Gästefans ist neu. Für uns ist dieses Verhalten unter Eishockeyfans ungewohnt und absolut unverständlich.

    In einer ersten Maßnahme haben wir bereits die (nachhaltigen) Mehrwegbecher durch deutlich leichtere Plastikbecher ersetzt. Dies hat zumindest die Verletzungsgefahr für darunter sitzende minimiert, das Werfen selbst natürlich nicht. Auch große (und immens teure) Netze würden darunter sitzende Zuschauergruppen nicht vom getroffen-werden durch Becherinhalte schützen. Deshalb sehen wir uns leider zu einem punktuell drastischeren Vorgehen gezwungen:

    Ab sofort gilt für Gästefans bei ausgesuchten Spielen im Oberrang ein Verbot der Mitnahme von Getränken in den Innenraum. Getränke können dort lediglich im Umlauf konsumiert werden.

    Das gilt zunächst nur für Fangruppen, die in dieser Hinsicht bereits negativ aufgefallen sind und erstmals beim Gastspiel der Starbulls Rosenheim am Sonntag, 4. Januar. Weitere betroffene Gästegruppen sind zunächst die Krefeld Pinguine und die Lausitzer Füchse.

    Die DEG wird hierfür das Ordnerpersonal in den betroffenen Bereichen deutlich aufstocken. Uns ist bewusst, dass wir mit dieser Maßnahme auch unschuldige Gästefans treffen. Durch das stillose Verhalten Einzelner und zum Schutz unbeteiligter Fans im Mittel- und Unterrang sehen wir uns zu diesem Schritt aber leider gezwungen.

    Wir halten Euch über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

    Die DEG

  • Ob man das nun als „Sippenhaft“ titulieren muss, naja.
    Die DEG hat hier mit den Fanbeauftragten eine Maßnahme ergriffen, die nahezu alternativlos ist. Und es betrifft die Clubs, die auffällig waren. Hier geht man zumindest einen anderen Schritt als andere Vereine, die hier gerne gleich mit der Keule draufhauen, wie in Nürnberg bspw. geschehen.

    Es ist eine asoziale Unart, Becher in einer solchen Intensivität durch die Gegend zu pfeffern und damit andere gefährden.

  • Klar ist das Sippenhaft, weil halt auch alle Unschuldigen davon betroffen sind. Ich bin aber völlig bei dir, dass es sinnvoll ist, rechtzeitig dazwischenzuhauen. (Schönen Gruß nach Flingern/Stockum).

  • ich finde das eine gut gewählte Maßnahme, da man kaum Alternativen dazu haben wird.

    klar, trifft dies leider dann auch "Unschuldige". Aber ebenso betrifft es die DEG ja auch selbst negativ in Form von (vermutlich) sinkenden Erlösen aus dem Catering.

  • Das gilt zunächst nur für Fangruppen, die in dieser Hinsicht bereits negativ aufgefallen sind und erstmals beim Gastspiel der Starbulls Rosenheim am Sonntag, 4. Januar. Weitere betroffene Gästegruppen sind zunächst die Krefeld Pinguine und die Lausitzer Füchse.

    Für Kaufbeuren, die der Anlass sind, aber nicht?

    Hier geht man zumindest einen anderen Schritt als andere Vereine, die hier gerne gleich mit der Keule draufhauen, wie in Nürnberg bspw. geschehen.

    Was ist die Nürnberger Keule?

    Gruß, Michael

    Eishockey … Eishockey … Eishockey spielt nur die DEG :deg-schal:

  • myfreexp - Kaufbeuren wäre ebenfalls betroffen, würden sie in der Hauptrunde nochmals anreisen. Sollten wir Playdowns/Playoffs gegen Kaufbeuren spielen, wird die Maßnahme auch dort vollzogen.

    In Nürnberg wurde seinerzeit ein komplettes Getränkeverbot im Gastbereich für jeden Gastclub ausgesprochen, weil bei einer Begegnung (nicht mit DEG-Beteiligung) massiv Becher geworfen wurden und die im Unterrang ansässigen Rollifahrer hiervon betroffen waren. Statt nur den betroffenen Club zu sanktionieren, galt das Verbot pauschal.

  • :DD

    Nene, der kann wieder weg. Das ist eine ernste Sache!

    Aber zur Sache: das sind halt diese Stimmungen, die erzeugt werden, wenn man auswärts fährt. Mal bisschen die Sau raus lassen, auch mal wieder Prollet sein. So mit allem drum und dran. Finde ich auch nicht geil.

  • Scheint halt leider nicht anders zu gehen.
    War aber abzusehen, als man die Gästefans in den Oberrang verfrachtet hat.
    Selbst die vermeintlichen "Freunde" aus Rosenheim haben es ja nicht geschafft, sich zu benehmen.

  • Der „Aufschrei“ aus Krefeld ist bemerkenswert. Fakt ist: es gab insbesondere nach den Toren, als auch nach Spielende Becherwürfe und damit einhergehende Beschwerden von Dauerkartenkunden im Mittel- und Unterrang.

  • Wenn es mein Hobby ist, meinen vollen Bierbecher in die Luft zu werfen, weil mein Team ein Tor geschossen hat, dann bin ich natürlich sauer. Machen die das in der eigenen Halle auch? Ist es da akzeptiert?

  • Man zieht sich halt den Schuh an, der einem passt.
    Anstatt es mal zu Ende zu lesen, dass es ALLE Vereine trifft bei denen sich Becherwürfe zugetragen haben und nicht nur beim KEV wären wir schon weiter, aber leider bestätigt das mal wieder das Bild von den Fans des KEV. Es gibt durchaus Ausnahmen, so wie hier ein paar Vertreter hier im Forum, aber leider sind bis jetzt KEV Fans mir gegenüber oft negativ aufgefallen, sei es zuhause im Dome oder vor Ort in Krefeld, schade eigentlich. Wir lieben doch alle den gleichen Sport

  • Um mal Karl Lagerfeld, Gott habe ihn selig, leicht verfremdet zu zitieren: "Wer Facebook-Kommentare liest, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." _;)
    Mal ernsthaft: Die sogenannten sozialen Medien sind und bleiben Güllegruben des Internets. Darum ziehe ich "altmodische" Foren wie dieses hier, oder sein Pendant der KEV-Fans, deutlich vor.
    Die Qualität der Kommentare und das durchscheinende Fachwissen der Beitragenden ist deutlich höher, das Lesevergnügen ausgeprägter.

    Zum eigentlichen Thema: Es wird schon Gründe gegeben haben, warum die DEG diesen Schritt getan hat. Daher Verständnis von meiner Seite.
    Zumal es ja nicht nur die grundsätzlich immer pösen, pösen Krefelder betrifft, sondern auch die Rosenheimer, die die DEG doch ganz, ganz lieb haben - oder habe ich beim Verhältnis zum Sportbund falsch verstanden? ?(

    Allerdings bin ich ein Freund des Prinzips "Gleiches Recht für alle". Darum finde ich unterschiedliche Regelungen für verschiedene Gästeclubs grundsätzlich fragwürdig.

    So oder so, mich wird es nicht betreffen. Sollte ich zum nächsten Spiel in den Dome kommen, werde ich wieder neben meinen Düsseldorfer Freunden sitzen. Und in der Pause und während des Spiels fachsimpeln und Bierchen trinken.
    Selbstverständlich nicht durch Werfen verschwenden - ist doch viel zu schade um das leckere Alt. :prost:

  • Allerdings bin ich ein Freund des Prinzips "Gleiches Recht für alle". Darum finde ich unterschiedliche Regelungen für verschiedene Gästeclubs grundsätzlich fragwürdig.

    Das wäre ja noch fragwürdiger und erst recht "Sippenhaft" als es die bestehende und wohl alternativlose Regelung ohnehin schon ist. Mal sehen, was an Feedback zum Spiel gegen Freiburg kommt, wenn da nichts geworfen wurde, warum sollte man dann die Freiburger für etwas bestrafen, was Rosenheimer, Krefelder, Weißwasseraner und Kaufbeurer "verbrochen" haben?

    Gruß, Michael

    Eishockey … Eishockey … Eishockey spielt nur die DEG :deg-schal:

  • Mal sehen, was an Feedback zum Spiel gegen Freiburg kommt, wenn da nichts geworfen wurde, warum sollte man dann die Freiburger für etwas bestrafen, was Rosenheimer, Krefelder, Weißwasseraner und Kaufbeurer "verbrochen" haben?

    Okay, dein Statement kann ich nachvollziehen.

    In einer idealen Welt würde man auf jegliche "Sippenhaft" verzichten, und gezielt die Verursacher herausgreifen und bestrafen.
    Bekanntlich leben wir aber nicht in einer idealen Welt, und man muss umsetzen, was Unschuldige am besten vor Stress schützt.

    Vielleicht sehe ich es in der Rückschau zu positiv, mein Eindruck ist, dass in früheren Zeiten auch die "Selbstreinigungsprozesse" in der Fanszene besser funktioniert haben.
    Da waren Grenzüberschreiter tendenziell aber eher noch (spät)pubertierende Kiddies, die sich daneben benommen haben und nach einer deutlichen Ansage kleinlaut wurden.

    Martialisch ausgerüsteten Gruppen in uniformer Kleidung wie heute überall vertreten, sind schwerer "einzunorden".

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