Eine Eskalation mit Pfeifkonzerten Boykotten zur rechten Zeit, hätte vielleicht den ein oder anderen noch aufgeweckt. Das kam aber nicht, es wurde immer fröhlich geklatscht.
Ich kann deine Meinung 100%ig verstehen. Auch bei diesem Punkt war die Entwicklung in Krefeld genau dieselbe. Keine Ahnung, wie viele unzählige Male ich das Stadion nicht nur stinksauer verlassen habe, weil man sich mal wieder ohne echte Gegenwehr vom jeweiligen Gegner hat demütigen lassen - ich habe zusätzlich Schleudertrauma gehabt vom Kopfschütteln über das Publikum, welches die Mannschaft brav applaudierend und mit einem Schafslächeln im Gesicht in die Kabine verabschiedet hat. Als ich zum Eishockey gekommen bin, wurden Nicht-Leistungen mit Pfeifkonzert quittiert und von den Rängen gesungen "Hört ihr Leut' ihr sollt es wissen, der KEV spiel heut' beschissen!"
Vielleicht ist das aber auch eine Altersfrage und heutzutage wirklich nicht mehr zeitgemäß. Während früher Minderleistungen in Arbeit oder Schule einen entsprechenden "Einlauf" vom Chef oder Lehrer zur Folge hatten, wird heute jede noch so berechtigte Kritik in 3 LKW-Ladungen Watte verpackt, weil man der Meinung ist, dass die empfindsame Seele des Adressaten sonst einen irreparablen Schaden nimmt.
Eine Generation, die an diesen Umgang gewöhnt ist, verunsicherst du mit einem Pfeifkonzert vielleicht wirklich mehr, als es nützt.