Beiträge von Seidenstädter

    Leon hatte sicher nie das Level seines Vaters oder Bruders, zu einem DEL-Spieler in den hinteren Reihen oder zu einem besseren DEL2-Spieler reichte sein Talent meiner Meinung nach durchaus.
    Aber: Nach einer schweren Verletzung hat er sein eigentliches Leistungsvermögen nie mehr abrufen können.

    Sehr sehr schade, weil er menschlich absolut sympathisch und korrekt ist, und immer 100% für seine Mannschaft gegeben hat. Nur reicht das alleine halt nicht aus.

    :supersad:

    Eure Fanszene hier als mitfühlend darstellen möchtest

    Mitfühlend???? Äh...nein, sicher nicht. Selbstverständlich war das ironischer Spott. Aber keiner, den ich als fürchterlich verletzend oder niveaulos ansehe.
    Wenn du anderer Meinung bist - dein gutes Recht. Das soll es dann auch zu dem Thema gewesen sein.

    Höchstens noch: Von den sogenannten sozialen Medien halte ich mich bewusst fern - diese Gülle- und Propagandagruben lassen einen den Glauben an die Menschheit verlieren.
    Eine der schlimmsten Erfindungen, die je gemacht wurden. Die Beschäftigung damit ist pure Verschwendung von Lebenszeit.

    Infu : :thumbup: Ich schrieb ja, vor über 30 Jahren gebildete Klischees, die man schwer loslässt.

    Thema Selbstironie: Bei uns wird seit einigen Jahren von Krefeld als der "schönsten Stadt am Rhein" gesungen.
    Kein Mensch mit auch nur einem Hauch von Verstand und Erfahrung kann das ernst meinen - allerdings fürchte ich, dass es ein Großteil der mitgrölenden Kiddies es tatsächlich tut :facepalm:

    Ja genau. So grossmütig konnte man sie kennenlernen...
    "Eine kleine Spende" Gesänge bei jedem Spiel gegen die DEG damals.

    Hat dich offensichtlich sehr getroffen, weil du diesen blöden Spruch nicht zum ersten Mal erwähnst.
    Die Ironie dahinter erschließt sich dir offenbar nicht.

    Das gab es aus Düsseldorf nicht.

    Nö...aus Düsseldorf gab es den Gesang "Nie mehr erste Liga, nie mehr".
    Und ja, das hat uns getroffen. Darum erwähne ich es nicht zum ersten Mal.
    Mir wurde inzwischen hier auch glaubhaft erklärt, das sei nicht wirklich ernst gemeint gewesen. Nun gut, will ich mal glauben.

    Was lernen wir draus? Jeder blöde Spruch, und sei er noch so sehr als harmlose Frotzelei gemeint sein, kann situativ abhängig grenzüberschreitend wahrgenommen werden.
    Vielleicht in 9 von 10 Fällen nicht - wenn aber die richtigen oder auch falschen Umstände zusammenkommen, dann halt doch.

    Soviel zum Thema Blase.

    Komisch: Genau diejenige Selbstironie, mit der myfreexp das "typische" Düsseldorfer Verhalten erklärt hat, würden meiner Erfahrung nach auch eine ganze Menge (sicher nicht alle) Kölner für sich in Anspruch nehmen.
    Da stimme ich mit Smicek überein.

    In meiner persönlichen Wahrnehmung hat sich mir die erwähnte Düsseldorfer Selbstironie allerdings nie erschlossen - in Gegensatz zu der aus Köln.
    Zumindest nicht in dem Alter, wo ich mir mein Klischee-Denken gebildet habe - vielleicht war ich vor knapp 35 Jahren zu jung und zu dumm, und die entsprechende Sensitivität hat mir gefehlt.

    Ich nehme die Erläuterung einfach mal zur Kenntnis und lasse sie "sacken". Weil sich in der langen Zeit viel verändert hat und der überwiegende Anteil der DEG-Fans die Nase nicht mehr so hoch in der Luft trägt wie ehedem, wird ein Realitätscheck allerdings schwierig. Auf jeden Fall danke ich für den gegebenen Einblick in die Selbstwahrnehmung, den ich sehr interessant finde.

    PS: Und ja, der Düsseldorfer Karneval ist - vor allem Dank Tilly - um Klassen besser als der Kölner! Vom Bier brauchen wir gar nicht erst anfangen!
    Und Gott sei Dank kommt in Düsseldorf niemand auf die Idee, alle Jahre wieder neue Schwachsinnslieder zu dichten, die sich selbstbesoffen um die eigene Stadt drehen!

    Mir fällt dafür kein einziges Beispiel ein, auch wenn man das aus Krefeld gerne in jedes soziale Medium rotzt.

    Um mich in einem anderen Beitrag zu wiederholen: Das nicht gerade kleine Grüppchen DEG-Fans, dass sich beim Spiel KEV-SBR in der vergangenen Saison in der Yayla-Arena nicht entblödet hat, unter völliger Ausblendung der eigenen Situation feixend und anhaltend in unsere Richtung zu grölen "Nie mehr erste Liga, nie mehr, nie mehr", war mir und anderen Krefeldern Beispiel genug für die bei euch zumindest ansatzweise immer noch verbreitete Großkotzigkeit. Das hat diesem Teil eurer Anhänger mal wieder so richtig Sympathien eingebracht bei uns.

    Mir wurde nach dem letzten Spiel DEG-KEV in eurem Dome die Frage gestellt, ob wir denselben Gesang nicht wenigstens als Retourkutsche platziert hätten. Verdient wäre es ja gewesen.
    Ich konnte nur antworten: "Die waren seelisch so am Boden - da tritt man nicht noch nach".
    Aber warum erzähl ich dir das - deiner feststehenden Meinung nach sind wir sind ja ohne Ausnahme alle Asis ohne jeden Anstand.

    Ich antworte dazu bei Gelegenheit mal gerne und ausführlich, falls den einen oder anderen hier Mitlesenden das Seelenleben eines Krefelder Fans unter besonderer Berücksichtigung der Beziehung zur DEG interessiert.
    Für heute ist es mir dazu zeitlich zu spät. Nur soviel vorweg:

    In der Achtziger Jahren war mein Traum als Fan, in die Bundesliga aufzusteigen und insbesondere gegen den ruhmreichen uralten Rivalen und Nachbarn aus Düsseldorf spielen zu dürfen, wie es meine Eltern und Großeltern erlebt hatten und mir davon vorgeschwärmt haben. In den Neunzigern wurde daraus der Traum, gegen die DEG nicht nur zu spielen, sondern sie auch wenigstens einmal in einem Ligaspiel zu besiegen. Später, die DEG wenigstens einmal aus den Play-Offs zu kegeln.

    Darf ich mal fragen, aus welcher Zeit das insbesondere herrührt?

    Zu größten Teilen ab unserem Wiederaufstieg '91. Die Düsseldorfer Attitüde dieser uns gegenüber habe ich immer als ein "Wer seid ihr schon?" empfunden, unter völliger Vernachlässigung unserer langen Geschichte als Eishockeystandort. Die Kölner waren nie so arrogant drauf - vielleicht lag es banal daran, dass wir sie direkt in unserem ersten Wiedertreffen an der Lentstraße geschlagen haben, keine Ahnung.

    Und noch was Selbstbesoffeneres als Kölner gibt es auf diesem Planeten gar nicht.

    Absolut richtig. Ich habe da 10 Jahre gelebt und überlebt, kenne es also zur Genüge aus eigener Erfahrung. Gedanklich in den 90ern verhaftete DEG-Fans sind allerdings nur ein Iota davon entfernt ;)

    Wo siehst Du hier "himmelschreiende Arroganz und Überheblichkeit"?

    Hier praktisch gar nicht. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen scheinen sich hier sehr viele vernünftige und angenehme Foristen zu tummeln, was ich sehr zu schätzen weiß.

    Bitte nicht überlesen: Wir reden von einem über Jahrzehnte bei mir gewachsenem Empfinden beim Umgang mit einem gewissen Teil der Anhänger der DEG in der "realen Welt" - und insbesondere mein rein subjektiv wahrgenommener Umgang dieser Leute mit den Fans des KEV. Im Vergleich dazu haben die Fans der Haie uns gegenüber die Nase nie so hoch in die Luft gehoben. Das will ich hier aber nicht weiter vertiefen, wäre ein Thema für einen anderen Thread.

    was aktuell abgeht, ist inakzeptabel und unter aller Sau

    Da stimme ich dir ohne Einschränkung zu, und auch wenn ihr es von einem Krefi nicht hören wollt: So 'ne Scheiße habt ihr nicht verdient.

    Ich will Pavel Gross, ist verfügbar und wäre für Wiederaufbau m. E. der Richtige. Aber keine Ahnung, ob er sich die DEL2 antut....und sicher auch nicht günstig

    Das wäre ein Traum, aber leider nicht realistisch

    Wieso nicht?

    Ihr seid die DEG! Für euch zu arbeiten, ist der feuchte Traum jeden Spielers und Funktionärs! Die würden sogar Geld dafür geben, statt welches zu verlangen!

    ....

    So denken einige bei euch vermutlich immer noch. Newsflash: Die Neunziger sind vorbei, und zwar schon länger.

    Und jetzt mal Sarkasmus aus: Ab spätestens morgen dürfe es sich nach diesem Ergebnis ausgeaxt haben bei euch.
    Das sind die unvermeidlichen Mechanismen des Profi-Sports. Falls Cherno trotz allem weitermachen darf, habt ihr wahrlich unlösbare Probleme.

    Aus der nahen Ferne betrachte ich das ähnlich wie einen schlimmen Autounfall auf der Autobahn: Ich wende meinen Blick bewusst ab, weil ich mir die gruseligen Details nicht versehentlich ins Hirn brennen möchte.

    Der schwarze Teil meiner schwarz-gelben Fanseele wünscht sich seit den Neunzigern, dass man der Anhängerschaft der DEG ihre himmelschreiende Arroganz und Überheblichkeit für alle Zeiten austreibt.
    Nun, wie die Weisheit sagt: Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst - denn es könnte wahr werden.

    Ich möchte im späten Frühjahr 2026 ungern die Schlagzeile lesen müssen "DEG: Mit der Oberliga haben wir uns nicht beschäftigt".
    Die Play-Down-Regularien der DEL2 würden euch glücklicherweise in die Karten spielen, solange ihr mindestens Rang 11 haltet.
    Aber ernsthaft: Euer stolzer Standort (hust, das war schwer über die Lippen zu kriegen!) hat so viel Besseres verdient. Und ihr habt Spieler in der Mannschaft, die es deutlich besser können müssten - das haben sie bei uns gezeigt.

    Ich wünsche euch ohne jede Ironie bessere Zeiten, und dass ihr das Ruder rumgeworfen bekommt. Das Abstiegsjahr ist alles andere als einfach - das mussten wir auch bitter lernen.

    Auf bessere Zeiten, und mein Wunsch bleiben viele, viele zukünftige Duelle zwischen meinem KEV, und dem Lieblings"feind" DEG in der obersten deutschen Spielklasse.

    An Zweitliga Derbys , wenn überhaupt ,werden wir uns gewöhnen müssen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass es so kommt, ist aus diversen Gründen leider groß.

    Was speziell uns angeht: Selbst wenn wir die verdammt schwere sportliche Hürde des Aufstiegs schaffen sollten, müssten wir eine zu praktisch 100% neue Mannschaft aufbauen, in der DEL sehe ich keinen unserer aktuellen Spieler (mehr).
    Das zu einem Zeitpunkt, wo alle Konkurrenten ihren Stamm schon lange festgemacht haben, und mit begrenzten finanziellen Mitteln.
    Mir ist schleierhaft, wie das gehen soll, ohne dass der Aufsteiger zum Prügelknaben der Liga wird.

    Und in der Abwärtsrichtung ist es ja nicht einfacher, wie ihr gerade am eigenen Leib erfahrt. Dabei finde ich euren Kader angesichts der Umstände gar nicht so schlecht zusammengestellt.
    Dass es noch viel, viel übler gehen kann, hat Bietigheim-Bissingen ein Jahr davor gezeigt. So einen Mist lasst ihr bitte bleiben, versprochen? ;)

    Sgt. D : Bloß 30 Jahre? Pah...ich kann so ca. 35 Jahre bieten, wo ich angefangen habe, die DEG zu "hassen". Und wenn ich auch inzwischen altersmilde gegenüber der DEG geworden bin, schafft es der verabscheuungswürdige Teil eurer Anhängerschaft noch gelegentlich, den Twen in mir rauszukitzeln. Zum Beispiel letzte Saison, als der Sportbund in der Yayla völlig unverdient gewonnen hat. Begleitet vom lautstarken Gegröhle rot-gelber Wollpulliträger: "Nie mehr erste Liga, nie mehr, nie mehr!"

    Da war sie dann wieder, meine alte Aversion gegen die überheblichen Schnauze-Aufreißer aus Düsseldorf. Mit einem Fuß und drei Zehen über dem Abgrund stehen, aber immer noch einen auf dicke Hose machen und die Realitäten verkennen.

    Als euer Abstieg dann feststand, tat es mir einerseits für meine Düsseldorfer Freunde von Herzen leid. Andererseits habe ich mir im Andenken an dieses spezielke Grüppchen den besten Whiskey im Hause geköpft, fies grinsend getrunken und mir gedacht: "Tja liebe Leute. Karma is a bitch. LEIDET! Und zwar richtig. Es soll euch keinen Deut besser ergehen als uns!" :D

    Das nur zum Nachweis, dass ich zwar ein durchaus harmoniesüchtiger Mensch bin, aber alles seine Grenzen hat._;)

    wo soll das hinführen ?

    Keine Sorge - "Piep, piep, piep, wir ha'm uns alle lieb" wird es bestimmt nicht :D (Erz-)Rivalität und "Pfeffer" soll es doch bitte weiter geben.

    Ich sehe allerdings mit Sorge, dass die Entwicklung in unserem Lieblingssport eindeutig in Richtung spaltender Tendenzen geht - Blocktrennung und so weiter. Das gefällt mir überhaupt nicht, und ich würde mich freuen, wenn wir das als Gemeinschaft der Eishockeyfans unterbinden können.

    Anfang der 90er standen auf der Nordtribüne der Rheinlandhalle in Krefeld DEG-Fans neben mir, und das war kein Problem. Zumindest kein grundsätzliches. Davon sind wir inzwischen so weit weg...das ist einfach nur traurig.

    Zu erkennen, dass auf der jeweiligen Gegenseite in der überwiegenden Mehrheit eben keine Arschlöcher stehen, sondern normale Leute, mit denen man sogar etwas gemeinsam hat - nämlich die Leidenschaft für den absolut geilsten Sport der Welt - könnte helfen, das Gift aus der Beziehung untereinander rauszunehmen, statt in Vorurteilen stecken zu bleiben. Mit dem zitierten Beitrag wollte ich aufzeigen, dass euch die Mehrzahl der Fans auf der richtigen Rheinseite nicht wirklich hasst - auch wenn es keinen anderen Gegner gibt, gegen den Siege so süß schmecken und gegen den Niederlagen so sehr schmerzen.

    Ich will einfach nicht, dass die Krawallbrüder "gewinnen". Völlig egal ob sie jetzt schwarz-gelb oder rot-gelb als Rechtfertigung für ihr asoziales Verhalten tragen.

    Mann, klingt das salbungsvoll. Amen! ;)

    Im Gegensatz zu Köln hat man damals auch in Krefeld sehr genussvoll die "eine kleine Spende" Geschichte gepflegt.
    Was beim KEV halt komplett abgeht, sind Stil und Anstand.

    Den Spruch hast du ernstgenommen???
    Das war eine hämische Reaktion darauf, dass der Club, der jahre- bis jahrzehntelang hochnäsigst den Krösus der Liga hat raushängen lassen, auf einmal am Bettelstab ging.

    Es mag dich überraschen, aber die Mehrzahl der Krefelder Eishockeyfans würde die DEG sehr vermissen. Mich eingeschlossen.

    Im KEV-Fanforum gibt es einen Beitrag zur DEG aus der Zeit, als ihr der geilste Letzte aller Zeiten wart.
    Titel "Es lebe die DEG" - und das komplett unironisch gemeint. Weil der Beitrag von 2012 ist, sind die ursprünglichen "Daumen hoch" dazu verlorengegangen. Die dürften sich im dreistelligen Bereich bewegt haben.

    Ich zitiere nur einen Ausschnitt:

    Man darf Düsseldorf doof finden, manchmal tut das ja auch Not. Die Entwicklung im Eishockey, im speziellen bei der DEG aber als "Düsseldorfer Krankheit", die es als "verdientermaßen zu erleiden gilt" darzustellen ist schlechter Stil.
    Anspruch an andere ist nur soviel wert wie der Anspruch an sich selbst. Wenn der Krefelder Edelfan sich selbst ernst nimmt, dann hat er auch ein Gespür für den Unterschied zwischen gelebter Rivaltät und echten Notsituationen. Letztere kennen wir doch hier auch zu Genüge.
    Eine Liga ohne solche Gegner ist blutarm. Solche Gegner verdienen den Respekt, den wir auch für unseren KEV gerne entgegengebracht sehen.
    Und mir wäre es wichtig und lieb, wenn eine der "grand dames" des Eishockey in Deutschland - die "Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft" - auch die nächsten 80 Jahre in der höchsten Liga mitmischt.

    Es macht eben kaum mehr Vergnügen, als den Düssis zu zeigen, wie Eishockey richtig gespielt wird. Dafür gibt´s dann den KEV / Pinguine.
    Dies sollte uns, den Düsseldorfern und der Eishockeykultur erhalten bleiben.

    Es lebe die DEG!

    Negative anekdotische Erfahrungen (vor wieviel Jahren/Jahrzehnten?) taugen sicher nicht dazu, eine gesamte Fanszene komplett und pauschal in Grund und Boden zu verdammen, auch wenn ich gewisse tendenzielle Unterschiede zwischen KEC und KEV schon auch zu erkennen glaube (s.o.). Gerade die hier teilnehmenden KEV-Fans sind z.B. aber sicher nicht dem "Gesocks " zuzurechnen.

    Vielen Dank für diese Worte - auf den Punkt!

    Ich kann nur für mich sprechen - ich fühle mich auch jedes Mal äusserst unwohl und nehme da längst nicht mehr jedes Spiel mit.
    Ich bin da an unterschiedlichen Spielen über die Jahrzehnte angespuckt, getreten, gejagt, beworfen worden und sonstwas noch.
    Anpöbelei auf übelstem Niveau ist da noch das Harmloseste, zT noch mit Kindern an der Hand.
    Die unterirdischen Gesänge dann machen die Experience auch nicht besser.

    Auch in deinem Fall tut es mir sehr leid, dass du schlechte Erfahrungen machen musstest, und nicht nur einmal.
    Das von dir Geschilderte geht natürlich überhaupt nicht.
    Leider kommt es im Umfeld von Sportveranstaltungen seit jeher vor, dass Menschen im Namen ihres Vereins unglaublich dumme Dinge tun.
    Ob es in Krefeld schlimmer war oder ist als anderswo, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht ja, vielleicht nein.

    Trotzdem - und auch wenn's nach solchen Erfahrungen schwerfällt - sollte man sich m.M. nach vor zwei Fehlern hüten:

    Erstens, zuviel Verallgemeinerung - das Aufkleben von schlechten Etiketten auf komplette Personengruppen ohne jede Ausnahme, kombiniert Abgrenzung "wir sind anders als die" hat in der Menschheitsgeschichte noch nie zu etwas Gutem geführt ("alle Krefelder"..."alle Ausländer"..."alle Deutschen" usw.).

    Zweitens, sich einzubilden, das eigene Umfeld wäre grundsätzlich besser als anderswo. Faule Äpfel und schwarze Schafe gibt es überall. Kritik gegenüber anderen Standorten ist natürlich legitim, grundsätzlich bin ich aber auch ein Freund des alten Spruchs "Ein jeder kehre vor seiner Tür, und rein ist jedes Stadtquartier."

    Gottseidank bildet sich bei uns eine immer stärkere Ablehnung der unsäglichen "HuSö"-Gesänge, was schon mal ein Schritt in die richtige Richtung ist.

    Ich persönlich habe bei meinen Besuchen in D'dorf über die Jahre an negativen Erfahrungen lediglich Verbalinjurien und Schäden an Klamotten oder Haupthaar erlebt. Nicht schön, aber verschmerzbar, und hat mir die grundsätzliche Lust zum Besuch nicht genommen.

    Es gibt aber die Möglichkeit, in anderen Blöcken, wird in Bochum auch praktiziert, Gästefans in nicht zugehörigen Blöcken den Zutritt in Fankleidung des Gegners den Zutritt zu verweigern. Beim outen wurden da auch schon Gästefans des "Feldes aus dem Block verwiesen".

    Sorry, wenn ich so was lese, bekomme ich Sodbrennen. Ich will weiterhin zusammen mit meinem Düsseldorfer Bekannten und seinem Sohn die Spiele ansehen können.
    Hoffentlich kommt es beim Eishockey nie soweit, dass wir jeden Schwachsinn von der Balltreterei übernehmen.
    Die Ausbreitung der unsäglichen Ultrà-Unkultur ist schon schlimm genug. Dass man die Fans eben nicht separieren muss, hat für mich immer zum Eishockey dazugehört.
    Tendenzen dazu gibt es ja schon. Auch am Sonntag meinte ein Düsseldorfer Schwarzpulli-Rotzlöffel mir erzählen zu müssen, dass ich nicht sitzen dürfte, wo ich saß.

    Krefelder Asoziale

    Das ging doch noch nie mit dem Gesocks

    Es tut mir ehrlich leid, dass du schlechte Erfahrungen gemacht hast - aber ernsthaft: Diese Pauschalverurteilungen und diese Wortwahl verbitte ich mir!
    Ich käme nie auf die Idee, unterschiedslos sämtliche Düsseldorfer Eishockeyfans mit vergleichbaren Begriffen zu belegen. Aber gut, Kinderstube hat man, oder hat man eben nicht.

    Spar dir die Mühe einer Antwort - bei Personen mit tiefsitzenden Feindbildern kommt praktisch nie eine lesenswerte Antwort.
    Ich kenne flüchtig einen Krefelder Fan, der genauso drauf ist wie du, mit umgekehrten Vorzeichen. Bei dem war das auslösende Erlebnis ein Brehmstraßenbesuch inklusiver Gratis-Bierduschen, denen unter "Helau"-Rufen Sägemehl hinterhergeworfen wurde. Dem angedrohten Aufs-Maul-Hauen nach dem Spiel konnte er so eben entgehen, hat aber seitdem gegenüber allem, was mit der DEG zu tun hat, die komplette Hasskappe auf.
    Vernünftig reden kann man mit dem auch nicht mehr.

    Ansonsten hoffe ich, in meinem Leben noch viele, viele Straßenbahn-Derbies mit packender Atmosphäre live vor Ort in KR oder D erleben zu dürfen, am liebsten wieder in der obersten Spielklasse.
    Mit vielen Besuchern aus der jeweiligen Nachbarstadt, und mit gegenseitigen "Triezen", das aber bitte im zivilisierten Rahmen bleiben soll.
    Und gemeinsamen Biertrinken und Fachsimpeln vor und nach dem Spiel.

    In diesem Sinne freue ich mich auf den 11.01.26 und viele nette Besucher aus dem Landeshauptdorf.
    Mögen die Miesepeter und Fanatiker beider Seiten zuhause bleiben.

    Bis dahin.