Auszug aus obigem RP-Artikel:
Schaut man sich das aktuelle Kölner Team an, finden sich dort allerdings nur drei U24-Stürmer. Insgesamt kennt der Haie-Kader derzeit nur 14 Offensivspieler. Zwar soll wohl noch jemand kommen, aber die Kölner können ja schlecht all ihre jungen Stürmer nach Düsseldorf schicken, auch in der ersten Liga müssen U-Spieler eingesetzt werden. Und Robin van Calster, der als 22-Jähriger ein Kandidat wäre, fällt schon mal raus: Er hat bereits 142 DEL-Spiele gemacht, die Obergrenze für Förderlizenzspieler liegt bei 120 Spielen, wie Rene Rudorisch unserer Zeitung bestätigt. „Unterstellt wird nach dieser Spielanzahl, dass er eigentlich ein DEL-Spieler ist“, sagt der Geschäftsführer der zweiten Liga.
Späth ist kein Kandidat mehr
Auch Mateu Späth, auf den manch einer spekuliert hatte, ist kein Kandidat mehr. Zwar gilt der 18-Jährige als großes Talent, aber er hat sich für einen Wechsel nach Kanada entschieden. Bleiben Stand jetzt nur Kevin Niedenz (22) und Marco Münzenberger (19) von den Kölner Profis. […]
Zudem – das erwähnt der RP-Artikel nicht – hat sich Luca Sennhenn schon im ersten Testspiel des KEC gegen Tappara Tampere eine Schulterverletzung zugezogen und fällt für mehrere Monate aus (=> Bitte melde Dich an, um diesen Link zu sehen.). Da Sennhenn Verteidiger ist, ändert das an der Situation hinsichtlich der theoretisch der DEG zur Verfügung stehenden Angreifer des KEC zwar erstmal nichts, aber wo Chernomaz das Potential sieht, "vier Spieler aus Köln zu bekommen", ist mir nicht ganz klar. Und U20-Spieler haben wir eigentlich selbst.
Schaumerma.
Ansonsten hat mir aber speziell eine Aussage von Chernomaz in der PK sehr gut gefallen (Klick startet das Video an der Stelle).:
Bitte melde Dich an, um dieses Medienelement zu sehen.
Ich versuche das mal mitzutippen (man kann es während des Videos praktisch mitlesen):
In pro sports, people, fans pay good money to go watch entertainment. And there’s different ways of playing sports tactically. And hockey unfortunately has come to a point where sometimes in the neutral zone teams are backing up, they’re not forechecking nearly as much as I used to. And I think at times, if I’m a fan paying 20, 30, 40 Euro to watch an entertaining hockey game, I wanna see … I wanna see determination, I wanna see work ethic, I wanna see compete level, and I wanna see the guys attacking forwards as supposed to backwards. And that’s the type of hockey this team will play. We will be going forwards, and not so much backwards. There are times during the game, yeah where you have to play that way, but I promise you, we will play entertaining ice hockey in Düsseldorf this year.
Für die, deren Englisch nicht ganz so gut ist:
Übersetzung
Im Profisport bezahlen die Fans gutes Geld, um Unterhaltung zu sehen. Und es gibt verschiedene taktische Spielweisen im Sport. Leider ist Eishockey an einem Punkt angelangt, an dem sich die Teams in der neutralen Zone manchmal zurückziehen und nicht mehr so viel forechecken wie früher. Ich denke, wenn ich als Fan 20, 30 oder 40 Euro bezahle, um ein unterhaltsames Eishockeyspiel zu sehen, dann möchte ich ... ich möchte Entschlossenheit sehen, ich möchte Arbeitsmoral sehen, ich möchte Kampfgeist sehen, und ich möchte, dass die Jungs nach vorne spielen und nicht nach hinten. Und genau so wird dieses Team spielen. Wir werden nach vorne spielen und nicht so sehr nach hinten. Es gibt zwar Momente im Spiel, in denen man so spielen muss, aber ich verspreche Euch, dass wir dieses Jahr in Düsseldorf unterhaltsames Eishockey spielen werden.
Weiß nicht, ob das alle in der PK so mitbekommen (oder die PK überhaupt verfolgt und wahrgenommen) haben, deshalb dachte ich, ich lege es zusätzlich auch nochmal in Textform für alle nieder. Das ist ja schon eine bemerkenswerte Ansage (vielleicht die bemerkenswerteste in der gesamten PK überhaupt), unter der die Defensive hoffentlich nicht leiden wird, so dass es vor allem für uns DEG-Fans nicht nur "entertaining" (unterhaltsam), sondern vor allem auch erfolgreich sein wird, statt für die Gegner und deren Fans. Ein anderer Düsseldorfer Zweitligist leidet ja gerade massiv unter einer mangelhaften Defensive.
Randbemerkung: Chernomaz hat zumindest schon mal den wesentlichen Vorzug gegenüber Reinprecht: Er spricht auf Englisch so, dass man ihn auch verstehen kann. Dass Frieder Feldmann in den PKs die Statements von Reinprecht nicht mehr übersetzt hat, hatte ja nicht den (offiziell genannten und vorgeschobenen) Grund, dass es eine Pressekonferenz und eine Übersetzung somit nicht notwendig sei (DEL-Clubs sind nämlich eigentlich verpflichtet, die nicht-deutschen Statements ihrer Coaches in einer PK zu übersetzen), sondern weil er (wie viele andere und auch ich selbst) Reinprecht und dessen Wortlaut oft gar nicht richtig verstehen konnte. Soweit mal aus dem Nähkästchen.