Vll sollten die Ultra mal einen nach unten stellen der von unten die Lieder anstimmt und zum mitmachen motiviert. Hat letztes Jahr bei dem Spiel in Köln, als die meisten der Ultras nicht reinkamen auch einer gemacht und es hat funktioniert.
Da war ich nicht, aber es gab sowas mal im Heimspiel gegen Augsburg am 22.12.2024 (7:2), bei dem die Ultras Stadionverbot hatten:
Wir haben einen neuen Cappo auf der Ost! Was ein Macher 😄
Bitte melde Dich an, um diesen Anhang zu sehen.
Vielleicht keine schlechte Idee.
Wobei mir bei der Suche nach diesem Post mal wieder aufgefallen ist, wie total unterschiedlich "Stimmung" wahrgenommen wird. Zu diesem Spiel gab es z.B. die folgenden Kommentare:
Ich fand die Stimmung heute katastrophal für das Spiel. Selten war es so extrem leise. Wsr erschrocken.
Die Stimmung im Dome war heute richtig geil! […]
Die Stimmung heute war einfach überragend


Oder zum Spiel gegen Frankfurt am 06.12.2024 (auch ein "Ultras-Stadionverbot-Spiel"):
Schöne, authentische und spielbezogene Stimmung heute. So ganz ohne Trommel und Lalala-Gesängen in Endlosschleife. Ich bin zwar nur von zu Hause aus dabei, aber mir gefällt das sehr gut.
Sorry aber die Stimmung ist heute katastrophal gewesen. In jeder Ecke wurde was anderes gemurmelt.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob und wie man bei derart unterschiedlichen Wahrnehmungen überhaupt sinnvoll über Stimmung diskutieren kann und soll.
Aber Spaß haben und die Mannschaft unterstützen schließt sich doch gegenseitig wohl nicht aus?
Nein, natürlich nicht. Bei den Ultras aber leider oft schon, weil diese Schlaflieder nun mal keine Unterstützung sind.
Wobei das heutige Spiel gegen Ravensburg gezeigt hat, dass es auch anders und besser geht (liest jemand von den Ultras hier mit?). Gut, das unvermeidliche "…egal was auch passiert" war auch in diesem Spiel eben unvermeidlich, aber in Summe war es so, wie Krentz18 oben sagt:
heute (TV Eindruck) Liedgut bunt durch die Jahrzehnte gemischt mit deutlich vernehmbarer Intonation, -für die Zuschauerzahl ganz ordentlich!
Wobei es ja merkwürdigerweise ganz oft so ist, dass bei weniger Zuschauern die Stimmung eher besser als schlechter ist.
Trotzdem: Ich vermisse nach wie vor schmerzlich z.B. ein kerniges "Heja-Heja-DEG" mit ausgestreckten Armen bei jedem "Heja" und jedem einzelnen "D" "E" "G" von der gesamten Kurve. Das ist eigentlich unser Markenzeichen (gewesen), ich verstehe überhaupt nicht, dass das – wenn überhaupt mal – nur so halbherzig gerufen wird und schon nach dem zweiten Mal sofort wieder erstirbt. Die Crimmitschauer haben’s uns vorgemacht. Na ja, eigentlich haben sie’s uns von früher her nachgemacht, das ist schon bitter.
Ich meine, in den Ultras-Stadionverbot-Spielen nach dem Vorfall in Köln wurde auch "Kling Glöckchen klingelingeling" wieder gesungen, seitdem wieder nicht mehr. Warum nicht?
"Hier kommt die DEG…" habe ich zum letzten Mal vielleicht vor 6 Jahren oder so mal gehört, als die Gegentribüne noch Stehplätze waren. Oder schau mal in meine Signatur. Das ist auch ein Gesang (auf die Melodie von "Jesus Christ Superstar"), der sogar in ganz alten Presseartikeln erwähnt wird. Auf den warte ich seit über 10 Jahren vergeblich. Zugegeben, für "Eishockey spielt nur die DEG" hat das Spiel der DEG in den vergangenen Saisons auch wenig Anlass geboten, aber singen – und sei es nur aus Selbstironie in besonders schlechten Phasen des Spiels – könnte man es zur Erheiterung des Publikums ja trotzdem. Genauso wie "Kaffee und Kuchen, wir wollen Kaffee und Kuchen…", dieses sich auch mal selbst auf den Arm nehmen bei grottenschlechten Spielen ist völlig verlorengegangen. Ist vermutlich aber auch nicht Ultras-kompatibel, weil die ja textlich alles immer "schönsingen" wollen (weil "…egal was auch passiert").
Man kann sicher einiges bei der Koordination der STimmung durch die Ultras verbessern aber die Grundvorrausstzung für gute Stimmung ist, dass die mehrheit der Kurve auch wirklich annähernd 60 Minuten singen oder zumindest klatschen will.
Wenn man es doch mal ehrlich und nüchtern betrachtet, ist das der springende Punkt: Es geht darum, dass Großteil der Stehplätze überhaupt keine Stimmung machen WILL bzw. nicht bereit dazu ist, das grundsätzlich über den Großteil des gesamten Spiels zu machen.
Der Anspruch auf oder der Wunsch nach "annähernd 60 Minuten singen oder zumindest klatschen" ist überhaupt noch NIE erfüllt worden, auch nicht zu allerallerbesten Zeiten auf der Brehmstraße. Komplett unrealistisch. Es geht eben gar nicht um Support in Dauerschleife, sondern um den passenden spielbezogenen Support im richtigen Moment, und den dann aber eben LAUT. Und ich sage es nochmal: Auch auf der Brehmstraße gab es "Totenstille".
Bzw. auch wieder nicht, denn "Totenstille" gibt es beim Eishockey eigentlich nie. Dazu ist das Spiel zu schnell und abwechslungsreich, so dass es immer ein Grundrauschen aus "Ah", "Oh", "Nein!", "Ja!" usw. gibt. Kaum bietet sich plötzlich die Chance zu einem zwei auf eins oder eins auf null, steigt der Geräuschpegel sofort an, ohne dass dabei überhaupt ein konkreter Gesang oder Schlachtruf intoniert wird. Man folgt halt dem Spiel und reagiert entsprechend.
Ich weiß nicht, ob du auch im Stehbereich bist oder irgendwo sitzt aber ich kann mir vorstellen dass man vermutlich von gewissen Plätzen gar nicht mitbekommt wie häufig vom Vorsänger versucht wird Rufe oder Lieder anzustimmen, die es vermutlich auch schon vor 30 Jahren gab.
Mittelrang Mittellinie (also Sitzplatz). Auch ich werde älter und möchte mehr vom Spiel sehen als hinterm Tor.
(Brehmstraße: Fast 20 Jahre Stehplatz linke blaue Linie, ich bin also irgendwo in meinem Avatar in dem "G" (eher nicht) zu sehen. Das ist aber schon über 40 Jahre her, und meine DEG-"Karriere" begann 1975, also vor 50 Jahren, mit einer längeren Pause nach 1993/94 – siehe Benutzertitel).
Ja doch, hin und wieder bekommt man mit, dass der Vorsänger etwas in sein Megaphon brüllt. Aber natürlich nicht, was genau.