In jedem Stadion der PENNY DEL, der DEL2, der Oberliga und hey, gar beim „König Fußball“ gibt es Regelungen, welche meldepflichtigen Fanmaterialien außerhalb der geltenden Hausregeln (Haus-/Stadionordnung) verbracht werden dürfen. Beim Eishockey bedarf dies i.d.R. eine Vormeldung über die Fanbeauftragten und der Heimverein entscheidet dann, ob der Meldung stattgegeben wird oder was nur maximal an meldepflichtigem Fanmaterial genehmigt wird. Gleiche Spielregeln für alle.
Wenn der Heimverein sagt: „nein, ihr dürft nur das-und-das mitbringen“, gibt es m.E. nichts weiter zu diskutieren. Auch nicht, wenn ein Gastclub mit 500, 5000 oder meinetwegen der ganzen Stadt anreist.
Die Regelungen sind klar und transparent auf der Webseite der DEG (dessen Formatierung sicherlich noch Potenzial zur Optimierung der besseren Lesbarkeit hat) zu finden. Punkt.
Gleiche Prozeduren gibt es im Fußball. Beispiel: Schalke „stürmt“ mit 30.000-35.000 blau-weißen die Arena der Fortuna, heißt dies nicht, dass außerhalb des definierten Gästeblocks etwaige erweiterte Regelungen gelten. Und auch beim Fußball müssen Anmeldungen für das Fanmaterial vorgenommen werden.
Zu DEL-Zeiten gab es hier mit Krefeld nie auch nur ansatzweise solche Probleme, wie in der DEL2.
Warum gibt es überhaupt solche Regelungen? Ganz einfach:
Es gibt diverse (gesetzliche und brandschutztechnische) Bestimmungen in den Veranstaltungshallen, die gesetzt sind.
Beispiel Choreo: Durch das Verbringen von Material, welches i.d.R. für Choreos eingesetzt wird, verbringt man zugleich eine erhöhte Brandlast auf die Ränge. Daher ist es notwendig, dass das eingesetzte Material der Brandschutzklasse B1 inkl. der entsprechenden Zertifizierung entspricht. Zudem ist es glasklar, dass der zu zeigende Inhalt im Vorfeld mit dem Heimclub und der Halle transparent behandelt wird und kurzfristige Abweichungen einer proaktiven Absprache bedürfen. Sicherlich gibt es Standorte, die das ganze sportlicher behandeln, als andere. Allerdings gibt es in Düsseldorf hier klare Regelungen, die den Verantwortlichen im Vorfeld durchaus mitgeteilt wurden.
Beim sog. „Tifo-Material“ (Umgangssprachlich; abgeleitet von „Tifosi“) gelten Regelungen sowohl für Heimfans, als auch für Gästefans. Warum sollte ein Heimclub demnach dem Gastfan mehr Ausnahmen zusprechen, als dem Heimfan? Nur, weil ein Gastclub mit tausenden von Personen anreist? Nein.
Wenn Fans eines Gastvereins nunmehr der Meinung sind, die Vorgaben in irgendeiner Art und Weise „auszudribbeln“, hat man mit Konsequenzen zu rechnen. Durch das Verhalten (insbesondere jenes vor Ort) schneidet man sich lediglich ins eigene Fleisch.
Das gleiche gilt für die Becherwerferei. Nur, weil einzelne Personen der Meinung sind, dass keine Becher geworfen oder über den Köpfen einiger DEG-Fans im Mittelrang ausgegossen wurden, heißt es nicht, dass es nicht passiert ist. Die Zuschriften zu diesem Thema sind nicht unerheblich; die Anzahl der Beschwerden groß. Ergo ist auch Krefeld von den Maßnahmen betroffen. Fertig.
Zudem ist das - sorry - Geheule insbesondere über die Presse mehr als peinlich. Genau deswegen geht auch niemand groß auf irgendwelche Meldungen von irgendwelchen Fangruppierungen ein. Im aktuellen Fall gab die Presse der DEG die Möglichkeit, zu der kürzlichen Meldung Stellung zu nehmen, was sie gemacht hat. Es gibt andere Mittel und Wege, solche Themen zu besprechen und Lösungen zu finden, aber nicht jene, die gewählt wurden. Mehr gibt es hier nicht öffentlich auszutragen.
As I said: Selbstreflektion und eigenes Verhalten und die widersprüchlichen/falschen Aussagen in der Öffentlichkeit mal hinterfragen. Und nein, die DEG ist nicht der „schwarze gemeine Peter“.
Meine persönlichen emotionalen zwei Cents zu der Geschichte.
Wer hier mehr Gesprächsbedarf zu hat, kann gerne die Fanbeauftragten persönlich ansprechen.
Gleiches gilt auch gerne für die hier mitlesenden Pressevertreter. Danke. 😉