Im Spieltagsforum wird noch einmal die Situation auf dem Eis nach dem letzten Spieltag thematisiert.
Ich habe vollstes Verständnis für die Trauer und den Unmut der "echten" Fans, die mit Herzblut bei der Sache sind, und die die DEG zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens gemacht haben.
Wenn ich aber lese, dass der Geschäftsführer, über einen Hinterausgang, aus dem Stadion fliehen musste, weil er Hass und Gewalt gegen seine Person befürchten musste, dann stimmt etwas nicht in unseren Fanreihen.
Was müssen das für gestörte Psychopathen sein, die ihre persönlichen Probleme, mit Hass und Gewalt gegen fremde Menschen, kompensieren zu suchen.
Vor allem sollten diese potentiellen Gewalttäter überlegen, dass Harald Wirtz seine Freizeit und sein persönliches Geld in die DEG investiert, und damit - mit einigen anderen Gesellschaftern - den Spielbetrieb der DEG in der DEL in den letzten Jahren überhaupt erst möglich gemacht hat.
Dass er zu seiner Tätigkeit als Gesellschafter in den letzten 5 Jahren noch den Posten des Geschäftsführers ausgeübt hat, dürfte zu einem Großteil auch finanzielle Gründe gehabt haben. Geld, dass die Gesellschafter einsparen konnten, und somit für Spielergehälter zu Verfügung stand. Leider ist das Konzept am Ende nicht aufgegangen und die DEG ist abgestiegen. Aber statt Harald Wirtz zu bedrohen, sollten die Fans ihm dankbar dafür sein, dass sie die DEG in den letzten 5 Jahren überhaupt in der DEL haben spielen sehen können. Denn er hat es (ich wiederhole mich) gemeinsam mit seinen Gesellschafterkollegen*innen überhaupt erst möglich gemacht.
Zwischen Wunsch und Wirklich bestehen leider manchmal gravierende Unterschiede. Grundsätzlich haben Fans kein verbrieftes Recht darauf, dass "ihr" Verein in der höchsten Spielklasse spielt. Wenn der finanzielle Rahmen, den es bedarf, um in der höchsten Klasse mitspielen zu dürfen, einfach nicht aufgestellt werden kann, dann kann das persönliche Engagement noch so effizient und zielgerichtet sein, es wird das fehlende Geld nicht ausgleichen können - die berühmten Ausnahmen bestätigen die Regel.
Bevor man also demnächst spontan fremde Menschen angreifen will, weil man glaubt, sie seien für das persönlich empfundene Drama verantwortlich, dann bitte kurz innehalten, tief Luft holen, nachdenken und hoffentlich erkennen, dass nicht der/die Fremde für das eigene Dilemma verantwortlich ist, sondern dass sich die Situation viel komplexer darstellt, als man selber in diesem Moment wahrhaben will.