Beiträge von myfreexp

    Tabellarisch hat es leider nichts gebracht, weil Nauheim auch gewonnen hat. Und wenn Ravensburg ein Tor mehr geschossen (oder eins weniger kassiert) hätte, wären wir trotz des Sieges und aufgrund der desolaten Tordifferenz sogar auf Platz 12 gefallen.

    Es muss jetzt irgendwann mal eine Serie mit ein paar deutlichen Siegen her, um sich auch in der Tabelle zu konsolidieren.

    er hat ja auch "vielleicht" gesagt....
    wenn es Sonntag schon funktioniert, waren es nur Kleinigkeiten, ansonsten... vielleicht doch mehr.... ^^

    Das "mehr" ist ja oben unvollständig aufgezählt. Wer von "Kleinigkeiten" spricht, kann keines der letzten Spiele der DEG gesehen haben.

    Der Mann hat eine Mammutaufgabe übernommen, und wenn er die meistert, ist er ein Held. Ich wünsche es ihm, uns und der DEG insgesamt.

    Es sei denn, mit Cherno und der Mannschaft war doch nicht alles so super wie behauptet, und alleine die Tatsache, dass er nicht mehr Cheftrainer ist, gibt der Mannschaft den entscheidenden Push. Dann war es eine "Kleinigkeit".

    Zitat von Pressemeldung DEG

    Harry Lange: 'Mir scheint, dass es vielleicht nur Kleinigkeiten sind, um die zweifellos vorhandenen Qualitäten des Teams wieder auf dem Eis sichtbar zu machen."

    Ich sage mal etwas ketzerisch, wenn er das wirklich so gesagt hat, wie weit ist es dann her mit seiner Expertise...???

    Pah, Spielaufbau, Passgenauigkeit, Kampf- und Laufbereitschaft, Struktur, Schusseffizienz, Selbstbewusstsein u.v.m., das hat er doch im Nu im Griff.

    Zu AnRa: Ja der Termin war unglücklich. Aber Sie konnten doch gar nichts anderes sagen. Hätten die Gesellschafter nicht zugestimmt, hätte Rich weiter machen müssen.

    Du kannst davon ausgehen, dass auch von Gesellschafterseite durchaus der Wunsch nach einem Trainerwechsel bestand.

    Aber wie auch immer: Mit dem Wissen von heute, nämlich dass schon beim Fantalk die Absicht bestand, den Trainer auszuwechseln und Cherno zum Sportdirektor wegzuloben, obwohl doch alles so super ist mit ihm und der Mannschaft, sind z.B. solche Aussagen (etwas verkürzt und sprachlich geglättet) mindestens und maximal irreführend:

    Zitat von Fantalk am 16.12.2025

    Q: "Müsst Ihr das ein bisschen mit ausbaden, dass vorherige Entscheidungen nicht gefällt wurden?"

    AN: "Wir haben eine strategische Planung, und wir möchten uns nicht durch kurzfristige Dinge von unserem Plan abbringen lassen, weil wir der festen Überzeugung sind, dass man so eine Organisation nur gut aufstellen kann, wenn man einen strategischen Plan hat. Und diesen Plan wollen und werden wir weiter verfolgen. Aktionismus hilft nicht weiter. Wir haben hier ein Beispiel in der Stadt, und die tun mir auch leid, die Fortuna, und es ist alles andere als Schadenfreude oder Häme. Die haben gehandelt, und stehen meines Erachtens nicht besser da als vorher. Und die haben vielleicht nicht einen strategischen Plan verfolgt, ich kenne die Interna nicht so genau. Aber wir sind überzeugt, wir wollen unsere Strategie weiter führen."

    Q: "Gibt es eine Frist für den Cheftrainer, bis wann er liefern muss?"

    AN: "Wir haben keine Fristen, noch zwei Spiele und dann… Wir möchten uns nicht in kurzfristige Entscheidungen drücken lassen. Mit Fristen würden wir kurzfristige Entscheidungen heraufbeschwören, und deswegen machen wir das nicht."

    RA: "Wenn wir wissen, es ist absolut nicht zu retten, dann werden Entscheidungen getroffen."

    Hinzu kommt, dass das etwas überheblich gegenüber der Fortuna rüberkommt ("Wir sind Strategen, und Ihr nicht"). Jedenfalls kommt man nach solchen Aussagen doch nicht im Traum darauf, dass keine 48 Stunden später Cherno nicht mehr Head Coach sein könnte. So äußert man sich nicht, wenn man bereits der Auffassung ist, dass es "absolut nicht zu retten" ist.

    Und doch, natürlich hätte man was anderes sagen können, einfach etwas weniger absolut und stattdessen "kleinlauter", wie es die RP formuliert. Vor allem hätte man gleich zu Saisonbeginn seinen "strategischen Plan" mal offenlegen können, wenn er denn da tatsächlich schon bestanden haben sollte (woran Zweifel erlaubt sind). Aber es ist immer nur so hochtrabend ominös wie nebulös von "Plan", "Vision" und "Strategie" die Rede, ohne auch nur einmal klar zu sagen, was sich hinter diesen zahlreich vorgetragenen Worthülsen konkret verbirgt.

    Generell ist es nicht ungewöhnlich, einen GF für Finanzen und einen für Vertrieb zu haben. Das wir in der Vergangenheit in Punkto Geschäftsstelle nicht super aufgestellt waren, ist doch nicht von der Hand zu weisen

    Es geht um Geschäftsführer und deren Zahl, und wieviele Mitarbeiter die Aufgabenbereiche abdecken, die Mondt vor zwei Jahren in der DEL noch alleine bewältigen musste (weshalb dann ja Barta eingestellt wurde). Der Rest der Geschäftsstelle ist für den Vergleich irrelevant.

    Und da dürften zwei Geschäftsführer in der DEL2 eher eine der Ausnahmen wenn nicht einmalig sein.

    DEL: Berlin, KEC, Ingolstadt, Nürnberg und weitere haben nur einen Geschäftsführer. Mannheim und Wolfsburg haben zwei, und München sogar vier (alles laut Impressum).

    Ungewöhnlich ist es nicht, die Regel aber auch nicht. Aber von daher sind wir ja schon mal auf dem Niveau des Ligakrösus Mannheim, dann kann es ja nur aufwärts gehen.

    Mit zwei GF und einem SD sind wir für einen Zweitligisten jedenfalls, äh, breit aufgestellt.

    Erstaunliche Personalentwicklung bei der DEG für dieselben Aufgabenbereiche:

    • DEL 2023/24: Wirtz, Mondt
    • DEL 2024/25: Wirtz, Mondt, Barta
    • DEL2 2025/26: Amann, Niederberger, Chernomaz, Zwetz

    Da fragt man sich, wie das vor zwei Jahren überhaupt funktionieren konnte. Und woher jetzt das Geld kommt, wenn es an anderer Stelle (nämlich beim Kerngeschäft) doch fehlt.

    Hä? Das ist ja komplett konträr zu dem Fan-Talk am Dienstag. "Chernomaz erreicht die Mannschaft", "das Team sagt es liegt nicht am Trainer" oder auch "Chernomaz hat für alles einen Plan" (so oder ähnlich!)...!

    Und "Nur die Spieler selbst können und müssen es richten" (sinngemäß).

    Naja jetzt den Vergleich beim DEL Tabellenletzten 24/25 zu ziehen […]

    Ja, aber die -36 von OD ziehen unsere Kaderplaner doch ebenfalls von demselben Tabellenletzten 24/25 als Argument heran. Und das bei einem Angreifer.

    Es geht ja primär darum, ob bei der DEG und ganz unabhängig von OD generell die richtigen und sinnvollen Kriterien bei Entscheidungen über Verpflichtungen angelegt werden. Das ist durchaus diskutabel wenn auch Werte herangezogen werden, die in Nordamerika längst als überholt gelten.

    Wie Leute, die davon weit mehr verstehen als ich, mir erklärt haben, ist das die irreführendste und wertloseste Statistik im Eishockey überhaupt.

    Bei einem Stürmer gebe ich dir (den Experten) absolut Recht, allerdings finde ich gerade bei einem Verteidiger ist die Plus/Minus Statistik doch deutlich Aussagefähiger. Ein Verteidiger mit einem (deutlichen) Plus-Wert hält salopp gesagt bei 5v5 schon gut seinen Laden zusammen. Was schon nicht ganz unerheblich ist.

    Hier die Tabelle der drei "besten" und der drei "schlechtesten" DEG-Verteidiger in der Saison 2024/25 (Spiele/Plusminus, Mebus mit nur 6 Spielen nicht gewertet):

    • Moritz Wirth (42/+5)
    • Ryan McKiernan (21/+4)
    • Sinan Akdağ (52/-3)
    • […]
    • Bernhard Ebner (47/-16)
    • Paul Postma (39/-24)
    • Kyle Cumiskey (52/-31)

    Und jetzt sag mir, was Du da rauslesen glaubst zu können.

    Hier die Tabelle der drei Verteidiger mit den meisten Punkten pro 60 Minuten Eiszeit:

    • Paul Postma (1,52)
    • Kyle Cumiskey (1,46)
    • Ryan McKiernan (1,23)

    Bis auf McKiernan quasi die umgedrehte Tabelle. Zum Vergleich Akdağ mit 0,66 und Wirth mit 0,58 Punkten.

    Wen würdest Du als Kaderplaner jetzt in die engere Wahl ziehen?

    O’Donnell bei den Stürmern mit 2,75 Punkten übrigens auf Platz 2 hinter Gaudet.

    Und dann heißt es auf dem Fantalk als eines der Argumente gegen eine Verpflichtung von O’Donnell "Wir haben genug Probleme mit Gegentoren, danke!", und die Meute lacht. :facepalm:

    Was mich gestern auch wirklich aufgeregt hat, war das Thema Brendan O‘Donnell.

    Dazu noch eine ganz andere Anmerkung:

    Als einer der Gründe für die Nichtverpflichtung erwähnt wurde die (in der Tat auf dem Papier desaströse) Plusminus-Bilanz von OD (-36, gesagt wurde -37).

    Wie Leute, die davon weit mehr verstehen als ich, mir erklärt haben, ist das die irreführendste und wertloseste Statistik im Eishockey überhaupt. Die Statistik-Community in Nordamerika erwähnt Plusminus nicht einmal mehr, seit mindestens 10 Jahren ist das dort völlig irrelevant.

    OD war in der letzten Saison an 14 Powerplay-Toren beteiligt, die alle nicht in dieser Statistik auftauchen (was aber ja gerade eine seiner Stärken ist). Dafür geht aber jeder Empty-Net-Treffer in die Statistik ein. Kommentar von einem: "Das ist doch komplett Banane."

    Ich kann verstehen, dass das Geld nicht vorhanden war, die letzte AL nicht vergeben werden sollte etc. pp., und somit die Entscheidung als solche auch nicht komplett falsch war. Aber es auch mit dieser Statistik zu begründen, klingt irgendwie doch sehr nach oldschool. Und diese (überholte?) Sicht- und Denkweise hatte natürlich auch Einfluss auf bereits getätigte und wird Einfluss auch auf zukünftige Verpflichtungen haben.

    Zu dem Thema zwei Artikel (der erste schon älter, den zweiten hatte fl0wn schon mal verlinkt):

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    Die Arbeitswoche ist hart genug - da habe ich nicht auch noch Lust am Wochenende hierfür Energie, Zeit & Geld auszugeben und lediglich Frust wiederzubekommen.

    Dies ist leider mittlerweile auch bei mir der Fall. Ich habe schlicht keine Lust mehr, mich zu ärgern und dafür auch noch Geld zu bezahlen. Das ist traurig, aber leider wahr.....

    Die Option, Spiele nicht mehr zu besuchen, hätte ich zwar grundsätzlich auch, nur hab ich schon für die gesamte Saison bezahlt. :prost::popcorn::gaehn:

    Aufforderungen an die Fans der Art "Wir brauchen Euch", "Kauft Karten gegen Krefeld", "Pfeifen hilft den Spielern nicht", "Mehr Support" u.a. von den Geschäftsführern, Leon Niederberger, Frieder und auch manchen Fans in Instagram-Kommentaren sind aktuell fehl am Platz und verkennen vollkommen die Lage.

    Immerhin verlangt die DEG Geld dafür, in den Dome zu kommen. Und wenn ich Geld dafür verlange, dass andere mir dabei zusehen, wie ich irgendwelche Bewegungen vollführe, dann muss ich dafür auch etwas bieten, wovon die zahlenden Zuschauer am Ende sagen, dass sich das Eintrittsgeld gelohnt hat und in einem angemessenen Verhältnis zur Darbietung steht.

    Das ist derzeit und seit geraumer Zeit nicht (mehr) gegeben. Das kann man aber nicht den Fans vorwerfen. Es sei denn, man will sie unbedingt noch mehr verärgern als sie es ohnehin schon sind.

    Und bei aller Kritik an Cherno (ob berechtigt oder nicht) muss man sagen, dass er der Einzige in den Reihen der DEG ist, der das verstanden zu haben scheint. Denn das vollständige Zitat aus meiner aktuellen Signatur beginnt so (Klick auf die Zitatzeile startet das Video an der Stelle):

    In pro sports, people, fans pay good money to go watch entertainment. […] And I think at times, if I’m a fan paying 20, 30, 40 Euro to watch an entertaining hockey game, I wanna see … I wanna see determination, I wanna see work ethic, I wanna see compete level, and I wanna see the guys attacking forwards as supposed to backwards.

    Damit hat er recht, und all das sehen wir aktuell nicht. Auf jeden Fall erkennt er aber den Zusammenhang zwischen dem zahlenden Zuschauer und der Leistung auf dem Eis. Und dass die zahlenden Zuschauer durchaus eine Anspruchshaltung haben und formulieren dürfen, denn nicht zuletzt leben die Spieler und alle sonstigen Angestellten der DEG auch vom Geld der Zuschauer. Für das, was zuletzt dargeboten wurde, will aber kein vernünftiger Mensch Geld bezahlen.

    Wenn es schon für die Spieler eine Strafe ist, sich am Samstag ihre Vorstellung vom Freitag nochmal im Video anschauen zu müssen (wie im Fantalk gestern erwähnt), was soll es dann erst recht für die Zuschauer sein, die dafür bezahlt haben?

    Langer Rede kurzer Sinn: Die Spieler, die Coaches und die Verantwortlichen sind in der Pflicht. Nicht die Fans.

    EDIT: Dass der Support derjenigen, die trotz allem noch zu den Spielen kommen und auf der West stehen, selbst bei den wenigen besseren Spielen arg zu wünschen übrig lässt, ist unbestritten. Das ist nun mal die "Support Area", aber wenn ich von dort Gesänge über "die besten Fans der Welt" höre, dann … :vogel::gaehn: