Meine Wahrnehmung der Realität ist ja nicht nur meine und auch nicht völlig aus der Luft gegriffen. Und zwar sowohl was die Fan- als auch die Sponsorenseite betrifft. Ja, ich spreche auch mit Sponsoren, auch mit den genannten persönlich. Möglicherweise kenne ich daher deren Motivation, die DEG zu unterstützen, recht genau. Bei Thiermann kann man sie sogar → Link: im Interview nachlesen.
Diskutieren wir über die Motivation einzelner sich bei der DEG zu engagieren oder darum ob Interaktion bei social Media etwas bringt?
Wir diskutieren – und das sage ich jetzt mindestens zum dritten Mal – anlässlich des Sponsorings von ADELTA.FINANZ ganz konkret über Sponsoring bei und die Sponsoren der DEG. Also über die aktuell 112 (oder wieviel auch immer) "Einzelnen", von TIMOCOM (Firma), Thiermann (privat) und Völkel (Firma und privat) über Rheinmetall und Stadtwerke bis zum Café Muggel und Fatty’s (auch hier wiederhole ich mich). Und eben auch über ADELTA.FINANZ, die hier schon weit mehr und vor allem länger Aufmerksamkeit bekommen haben als durch den einen Instagram-Post der DEG.
Ich habe natürlich nicht mit jedem dieser 112 Sponsoren persönlich gesprochen, aber mit einigen schon. Vor allem mit denjenigen, die das meiste Geld in die DEG reinbuttern, aber nicht nur. Ich zitiere nochmal eine andere Passage aus dem RP-Interview mit Jens Thiermann:
Sehen Sie sich als Mäzen oder als Investor? Wollen Sie was verdienen oder wissen Sie, das Geld ist weg?
THIERMANN Ich weiß, das Geld ist weg. Verdienen kann man damit kein Geld.
Auch Ihre Firma nicht? Die DEG ist also kein Sprungbrett, damit Ihre Firma noch mehr Kunden gewinnt?
THIERMANN Nein, das muss man klar sagen. Für ein internationales Unternehmen wie die Timocom kann ein Hauptsponsoring bei der DEG so gut wie nichts bringen. Das ist schön für unsere Kunden in Deutschland, dass sie ab und an mal das Logo sehen. Aber das ist nur ein Viertel, der Rest ist international. Es ist einfach eine Überzeugung. Es geht darum, den Fans ein gutes Gefühl zu geben. Das hatten sie nicht am Wochenende. Aber wenn ich ins Stadion gehe und das Spiel losgeht, schalte ich komplett ab. Egal, was ich für einen Tag hatte, sobald es losgeht, bin ich vollkommen auf die Eisfläche fokussiert. Und ich glaube, es geht den meisten Fans genauso. Das ist das, was wichtig ist.
Mein Reden. Social Media kommt da gar nicht vor.
Aber natürlich hat TIMOCOM auch einen → Link: Instagram-Auftritt, der sich aber zu 99,9% mit deren eigenem Business beschäftigt. Und der erste (also zeitlich letzte) Post, den ich mit Eishockey-Bezug gefunden habe, ist dieser vom 19.03.2024 (der Begriff "DEG" kommt im Text nicht einmal vor, auch wenn da natürlich mit Ebner, Barta und Geitner drei DEG-Spieler in DEG-Trikots auf dem Sofa sitzen und ganz am Ende auch das DEG-Logo eingeblendet wird):
Bitte melde Dich an, um diesen Inhalt zu sehen.Aber das ist über zwei Jahre her und ich musste tatsächlich bis zum absoluten Ende der Seite scrollen, um diesen Post gerade noch zu erwischen (nach dieser Zeile werden keine weiteren mehr nachgeladen). Er hat übrigens 36 Likes und null Kommentare.
Das zeigt m.E. schon, wie sehr (oder wenig) TIMOCOM davon überzeugt ist, von den weiter oben von cst04 aufgelisteten Vorteilen ihres DEG-Sponsorings profitieren zu können, indem sie Posts mit DEG-Bezug produzieren um damit u.a. eine "stärkere Emotionalisierung" zu erreichen. Was interessieren deren Kunden denn "Emotionen" im Allgemeinen und die DEG im Besonderen? Und dieselbe Frage stellt sich eben auch bei ADELTA.FINANZ und vielen anderen.
Aber okay, nehmen wir mal die Stadtwerke, die (zumindest auch) im B2C-Bereich unterwegs sind. Da finde ich auf deren Instagram-Seite als ersten Beitrag mit DEG-Bezug, der nicht ohnehin auch auf der Instagram-Seite der DEG selbst erschienen ist, tatsächlich eines der oben erwähnten Gewinnspiele vom 07.03.2026 auf aktuell Position 79 (man muss also auch da schon etwas scrollen):
Bitte melde Dich an, um diesen Inhalt zu sehen.130 Likes, 11 Kommentare (und damit gleichzeitig Teilnehmer). Ich bin beeindruckt. 
Mich überzeugt das jetzt nicht wirklich, aber wenigstens war ich durch diesen Thread jetzt erstmals auf den Instagram-Seiten von TIMOCOM und den Stadtwerken. Ist ja auch was.
Nochmal: Ich will Euch Euren Glauben nicht nehmen, aber ich halte das für überbewertet. Für die DEG selbst mag Social Media vielleicht irgendwie wichtig (geworden) sein und seine/ihre Berechtigung haben, aber selbst da tue ich mich schwer. Aber für Sponsoren (die es in dem von Dir definierten "eigentlichen Sinne" bei der DEG so gut wie nicht gibt) eher nicht. Bzw. nur insoweit, als sie ihr eigenes Business betreffen und dort darstellen, aber die sagenhafte positive Rückwirkung des DEG-Sponsorings auf ihr Business sehe ich nicht. Aber vermutlich wird die DEG das genauso verkaufen wollen. Was aber nicht funktioniert.
Es ist mein einziges Ziel, dass diejenigen die etwas tun möchten, nicht gebremst werden.
Können sie doch, wer bremst sie?
Das Infragestellen von dir und Polemik wie "als ob Pappenberger die Kommentare liest".
Der Mann heißt Papperger. Und dass ein CEO keine Instagram-Kommentare liest, hast Du oben selbst eingeräumt, aber wenn ich dasselbe sage, ist es "Polemik". Verstehe (nicht).
Und nein, ich "bremse" hier niemanden. Ich hoffe und gehe davon aus, dass die User hier schon ganz gut selbst entscheiden können, was sie tun oder lassen wollen, soviel Einfluss schreibe ich mir nicht zu. Oder soll ich etwa meine Sicht der Dinge nicht darlegen (dürfen), weil es andere User in ihrem Tun zu sehr "bremsen" könnte? C’mon …
Wenn dann faktische Informationen aus der Praxis von mir (Konzern) und Cst04 (Agentur) kommen, wird das als "zu viel Marketing Blabla" abgetan bzw. mit eigenem Erfahrungen gekommen, die als realistisch und einzig wahr angenommen werden. Mag ja sein, die Realität da draußen ist aber eine andere. Kann man annehmen oder nicht.
Es geht (nochmal) nicht um "da draußen", sondern um die DEG, ADELTA.FINANZ und alle anderen Sponsoren und Partner der DEG, das ist Anlass und Thema dieses Forums und dieses Threads. Das mag in Deiner/Eurer "schönen" Social-Media-Welt und ganz anderen Kontexten vielleicht alles so sein wie von Euch beschrieben, die faktische (!) DEG-Welt (und auch die vieler anderer Clubs in Nischensportarten) ist eine andere. Und das macht die Sponsorenakquise auch so schwierig für die dafür zuständigen Mitarbeiter bei der DEG. Sprich/sprecht doch mal selbst mit den Leuten (Mitarbeitern wie Sponsoren)! Falls Ihr an Fakten interessiert seid.
Die Beispiele (bzw. Gegenbeispiele) bzgl. TIMOCOM und den Stadtwerken habe ich oben aufgeführt. Andererseits muss ich zugeben: Angesichts der Zustimmungen scheinen Eure Beiträge durchaus ihre Wirkung auf die User zu entfalten. Vermutlich ist aber keiner von denen auch Partner/Sponsor der DEG. 
Ich habe auch nicht "Marketing Blabla", sondern → "Marketing-Sprech" geschrieben. Und das ist es doch auch: "Highlight-Clips, Behind-the-Scenes-Inhalte, Athleten-Content, Emotionalisierung, Interaktion, Shares, Challenges, Engagement Rate, Conversions, Follower, User Generated Content" (alles Begriffe aus dem obigen Post von cst04), das sind doch Marketing-Buzzwords par excellence. Oder etwa nicht? Sorry, aber mir rollen sich da die Fußnägel auf.
Ich verfolge ja gerade aktuell auch die traurige Entwicklung bei Fortuna (ja, auch da habe ich eine Dauerkarte) via 95er-Forum, und als ich den Beitrag von cst04 gelesen hatte, wollte ich fast schon fragen: "Björn, bist Du es?" 
Einen sehr schönen Post eines von mir sehr geschätzten Users in diesem Forum zitiere ich verspoilert, damit er nicht mehr Platz als nötig in diesem ohnehin schon raumgreifenden Beitrag beansprucht (und OT ist es natürlich zudem):
Zitat aus dem 95er-Forum
Danke,
@Pepe95. Dein Hinweis hat mich überhaupt erst auf diese Website gebracht. Nach der Lektüre wundert mich weniger, dass Fortunas jüngste Mitteilungen so klingen, wie sie klingen, sondern eher, wenn sie anders geklungen hätten.
Auf dieser Seite wird Sport fortwährend als Bühne, Ökosystem, Community, Lifestyle und Geschäftsgelegenheit erzählt. Da gibt es »inspirierende Athlete Stories«, »Business Deep Dives«, »Matchmaking Formate«, »Community Events« und den schönen Anspruch, Athleten eine »zentrale Bühne im Ökosystem Sport« zu geben und ihren Einfluss auf »Culture, Business und Lifestyle« zu zeigen. Man erfährt dabei weniger, was konkret getan wird, als in welchem Milieu man offenbar gern stattfindet. Das ist weniger Sprache über Sport als Sprache aus der Erlebnis- und Netzwerkökonomie.
Genau deshalb klingen auch Fortunas jüngste Pressemitteilungen so vertraut. Dort heißt es wieder ›Handlungsfähigkeit‹, ›klare Führung‹, ›klare Richtung‹, ›gemeinsames Verständnis‹, ›Identifikation‹ und ›Neuanfang‹; bei POWWOW heißen die Dinge ›Home of Athletes‹, ›Home of Sports‹, ›Business Deep Dives‹, ›Community Events‹ und ›Business Entscheider‹. Unterschiedliche Vokabeln, aber dieselbe Grundbewegung: Erst wird Bedeutung aufgeblasen, dann Information nachgereicht.
Mein Eindruck ist daher: Auf der Website steht nicht einfach, was man macht; dort steht vor allem, in welchem Milieu man gern stattfindet. Und genau dieses Milieu spricht inzwischen auch aus Fortunas Mitteilungen. Neu ist der Zusammenhang zwischen Vereinsamt und beruflicher Vernetzungswelt ja nun wahrlich nicht; im Forum wird er seit Längerem thematisiert und kritisiert. Gerade deshalb ist die Teamvorstellung so hübsch: Björn Borgerding firmiert dort als »CEO & Co-Founder POWWOW, Entrepreneur & Seriengründer, Aufsichtsratsvorsitzender Fortuna Düsseldorf«. Man muss also gar nichts mehr eigens enthüllen; die Website liefert nur noch die freundlich redigierte Selbstauskunft dazu. Für Sponsoren mag das anschlussfähig sein. Für Anhänger, die lieber Klartext als Milieuprosa lesen, ist es eher eine unfreiwillig ehrliche Visitenkarte.
Das nur am Rande, aber passte gerade irgendwie.