Beiträge von myfreexp

    Ich dachte eigentlich auch nachdem man ein Spiel gewonnen hat ist die Mentalität etwas besser und man kann gestärkt in das Heimspiel gehen.

    Leider wurde ich eines besseren belehrt.

    Nicht nur Du. Eben sehe ich einen RP-Artikel von gestern Nachmittag, der mir irgendwie durchgegangen ist:

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    "Kraftspender"! :DD

    Nee, das kann man alles nur noch im Suff, mit Galgenhumor oder den Antidepressiva ertragen, deren begrenzter Vorrat aber eigentlich schon für Fortuna kalkuliert ist.

    Wenn uns nicht auswärts mal eine kaputte Plexiglasscheibe, eine undichte Ammoniakleitung oder irgendwas in der Art zu Hilfe eilt oder zuhause der Gegner zu spät anreist, fehlt mir die Phantasie, wie und gegen wen wir aktuell Punkte holen wollen.

    Wenn es denn auch wirklich "nur" mentale Blockaden sind.

    ....das hatten wir schon mal (Henne/Ei) .....er hat das in der PK zumindest schon mal als ein Hauptproblem definiert, aber es sind ja wirklich viele (Groß-)Baustellen. Von daher glaube ich nicht mehr, dass er nur Kleinigkeiten in der Analyse ausgemacht hat....

    Vielleicht bin ja zu einfach gestrickt, aber ich kapiere einfach nicht, wie man nach einem solide geführten, konzentrierten, entschlossenen und zielstrebigen Spiel wie am Freitag in Weißwasser zwei Tage später vor eigenem Publikum und mit neuem Trainer einen solchen Larifari-Kick gegen den Tabellenvorletzten abliefern kann (wobei Harry Lange da sicher mal gar keine Schuld trifft).

    Und nochmal: Wenn es (auch oder nur) ein mentales Problem sein sollte, was macht eigentlich unser Mentaltrainer…?

    Aber eigentlich glaube ich an dieses Mental-Gedöns sowieso nicht so richtig. Leider habe ich aber auch keine andere/bessere Idee und Erklärung. Mit anderen Worten: Ich bin schlicht ratlos. :(

    Zumindest wirke es phasenweise ein bisschen Mal so als hätten sie einen taktischen Plan.

    Keine Ahnung, wie soll der ausgesehen haben? Unterirdisch spielen, überirdisch gewinnen?

    Es fehlt bei vielen an einfachsten Hockey-Basic und -Skills: Fehlpässe, schlechte Puckannahmen, wo man schießen müsste wird gepasst und umgekehrt, mit dem Kopp durch die Wand statt strukturierter Spielaufbau, das sind so die "Kleinigkeiten". Die beste Chance im Spiel in Unterzahl.

    Bzw., wie Du ja richtig sagst …

    Ich kann nicht verstehen, wieso diese Mannschaft so schlecht spielt. Auf dem Papier ist das eine echt ordentliche bis ziemlich gute DEL2-Mannschaft - zumindest besteht sie nominell fast ausschließlich aus Spielern, die für die Liga ziemlich gut sein müssten und das woanders auch schon nachgewiesen haben.

    … können ihnen diese Basics und Skills eigentlich nicht grundsätzlich fehlen, aber sie müssen sie auf dem Weg nach Düsseldorf irgendwo abgegeben oder verloren haben.

    Tabellarisch hat es leider nichts gebracht, weil Nauheim auch gewonnen hat. Und wenn Ravensburg ein Tor mehr geschossen (oder eins weniger kassiert) hätte, wären wir trotz des Sieges und aufgrund der desolaten Tordifferenz sogar auf Platz 12 gefallen.

    Es muss jetzt irgendwann mal eine Serie mit ein paar deutlichen Siegen her, um sich auch in der Tabelle zu konsolidieren.

    er hat ja auch "vielleicht" gesagt....
    wenn es Sonntag schon funktioniert, waren es nur Kleinigkeiten, ansonsten... vielleicht doch mehr.... ^^

    Das "mehr" ist ja oben unvollständig aufgezählt. Wer von "Kleinigkeiten" spricht, kann keines der letzten Spiele der DEG gesehen haben.

    Der Mann hat eine Mammutaufgabe übernommen, und wenn er die meistert, ist er ein Held. Ich wünsche es ihm, uns und der DEG insgesamt.

    Es sei denn, mit Cherno und der Mannschaft war doch nicht alles so super wie behauptet, und alleine die Tatsache, dass er nicht mehr Cheftrainer ist, gibt der Mannschaft den entscheidenden Push. Dann war es eine "Kleinigkeit".

    Zitat von Pressemeldung DEG

    Harry Lange: 'Mir scheint, dass es vielleicht nur Kleinigkeiten sind, um die zweifellos vorhandenen Qualitäten des Teams wieder auf dem Eis sichtbar zu machen."

    Ich sage mal etwas ketzerisch, wenn er das wirklich so gesagt hat, wie weit ist es dann her mit seiner Expertise...???

    Pah, Spielaufbau, Passgenauigkeit, Kampf- und Laufbereitschaft, Struktur, Schusseffizienz, Selbstbewusstsein u.v.m., das hat er doch im Nu im Griff.

    Zu AnRa: Ja der Termin war unglücklich. Aber Sie konnten doch gar nichts anderes sagen. Hätten die Gesellschafter nicht zugestimmt, hätte Rich weiter machen müssen.

    Du kannst davon ausgehen, dass auch von Gesellschafterseite durchaus der Wunsch nach einem Trainerwechsel bestand.

    Aber wie auch immer: Mit dem Wissen von heute, nämlich dass schon beim Fantalk die Absicht bestand, den Trainer auszuwechseln und Cherno zum Sportdirektor wegzuloben, obwohl doch alles so super ist mit ihm und der Mannschaft, sind z.B. solche Aussagen (etwas verkürzt und sprachlich geglättet) mindestens und maximal irreführend:

    Zitat von Fantalk am 16.12.2025

    Q: "Müsst Ihr das ein bisschen mit ausbaden, dass vorherige Entscheidungen nicht gefällt wurden?"

    AN: "Wir haben eine strategische Planung, und wir möchten uns nicht durch kurzfristige Dinge von unserem Plan abbringen lassen, weil wir der festen Überzeugung sind, dass man so eine Organisation nur gut aufstellen kann, wenn man einen strategischen Plan hat. Und diesen Plan wollen und werden wir weiter verfolgen. Aktionismus hilft nicht weiter. Wir haben hier ein Beispiel in der Stadt, und die tun mir auch leid, die Fortuna, und es ist alles andere als Schadenfreude oder Häme. Die haben gehandelt, und stehen meines Erachtens nicht besser da als vorher. Und die haben vielleicht nicht einen strategischen Plan verfolgt, ich kenne die Interna nicht so genau. Aber wir sind überzeugt, wir wollen unsere Strategie weiter führen."

    Q: "Gibt es eine Frist für den Cheftrainer, bis wann er liefern muss?"

    AN: "Wir haben keine Fristen, noch zwei Spiele und dann… Wir möchten uns nicht in kurzfristige Entscheidungen drücken lassen. Mit Fristen würden wir kurzfristige Entscheidungen heraufbeschwören, und deswegen machen wir das nicht."

    RA: "Wenn wir wissen, es ist absolut nicht zu retten, dann werden Entscheidungen getroffen."

    Hinzu kommt, dass das etwas überheblich gegenüber der Fortuna rüberkommt ("Wir sind Strategen, und Ihr nicht"). Jedenfalls kommt man nach solchen Aussagen doch nicht im Traum darauf, dass keine 48 Stunden später Cherno nicht mehr Head Coach sein könnte. So äußert man sich nicht, wenn man bereits der Auffassung ist, dass es "absolut nicht zu retten" ist.

    Und doch, natürlich hätte man was anderes sagen können, einfach etwas weniger absolut und stattdessen "kleinlauter", wie es die RP formuliert. Vor allem hätte man gleich zu Saisonbeginn seinen "strategischen Plan" mal offenlegen können, wenn er denn da tatsächlich schon bestanden haben sollte (woran Zweifel erlaubt sind). Aber es ist immer nur so hochtrabend ominös wie nebulös von "Plan", "Vision" und "Strategie" die Rede, ohne auch nur einmal klar zu sagen, was sich hinter diesen zahlreich vorgetragenen Worthülsen konkret verbirgt.

    Generell ist es nicht ungewöhnlich, einen GF für Finanzen und einen für Vertrieb zu haben. Das wir in der Vergangenheit in Punkto Geschäftsstelle nicht super aufgestellt waren, ist doch nicht von der Hand zu weisen

    Es geht um Geschäftsführer und deren Zahl, und wieviele Mitarbeiter die Aufgabenbereiche abdecken, die Mondt vor zwei Jahren in der DEL noch alleine bewältigen musste (weshalb dann ja Barta eingestellt wurde). Der Rest der Geschäftsstelle ist für den Vergleich irrelevant.

    Und da dürften zwei Geschäftsführer in der DEL2 eher eine der Ausnahmen wenn nicht einmalig sein.

    DEL: Berlin, KEC, Ingolstadt, Nürnberg und weitere haben nur einen Geschäftsführer. Mannheim und Wolfsburg haben zwei, und München sogar vier (alles laut Impressum).

    Ungewöhnlich ist es nicht, die Regel aber auch nicht. Aber von daher sind wir ja schon mal auf dem Niveau des Ligakrösus Mannheim, dann kann es ja nur aufwärts gehen.