Die Fans und Ultras der DEG

  • Ich habe 1982/1983 in den Weihnachtstagen ein Heimspiel mit meinem Pa besucht und wir hatten eine Thermoskasnne Tee und selbstgebackene Weihnachtskekse dabei, alles kein Problem, wir wurden nicht einmal gefilzt. Ich war damals 14!

  • Ausserdem wurde säckeweise Konfetti mitgebracht.

    Oh ja, dieses gelbe Telex-Lochstreifen-Konfetti, grausam. Die gesamte Saison über ein ständiger Begleiter in Klamotten, Auto, Wohnung und Bett.

    Dazu habe ich noch etwas:

    In den späten 60ziger-Jahren haben wir in sämtlichen Büros die normalen Locher "geleert" und die kleinen runden Papierschnipsel eingetütet und zum Spiel mitgebracht.

    Hatte man auch länger was davon!

  • Und was erzählen sich die heute 20 jährigen in 40 Jahren über ihre Zeit im Dome.....?

    Ich bin 64 und könnte die ein, oder andere Anekdote beisteuern,- es ist ein glücklicher Umstand (der frühen Geburt) daß "wir"/ich soviel emotionale und kuriose Dinge erleben durften, die uns heute noch berühren!

  • Eines der Probleme ist ja gerade, dass es kaum noch 20jährige in der Halle gibt... ;)

    Denkst du das ist ein Problem in allen Hallen, oder nur bei uns? Das wäre ja wichtig, um irgendwo sinnvoll ansetzen zu können, wenn man dies ändern möchte.

    Es ist zumindest ein DEG-Thema, verglichen mit Fortuna z.B.

    Als ich zum Rauchen nach dem ersten Drittel vor dem Haupteingang stand und dabei einige Bekannte begrüßte, dachte ich schon irgendwann "Hier stehen ja nur so alte Säcke wie ich selbst herum". Und noch ältere (weibliche), die unbedingt noch ein Selfie oder Foto mit Walter Köberle haben wollten. (Ich hab den auch 6 Saisons bei der DEG spielen gesehen, aber solche Foto-Fan-Aktionen sind so gar nicht mein Ding.)

    Ohne mich mit deren Zuschauerstruktur genauer auszukennen, hat sich der KEC nach meiner Wahrnehmung über die Jahre erfolgreich ein Eventie-Publikum herangezogen, das denen Spiel für Spiel die Halle mit über 18k Zuschauern füllt. Vielen davon ist dabei auch völlig egal, wie der KEC spielt, Hauptsache Sharky tanzt und es ist Party. Aber eine vom Veranstalter gesteuerte Party, keine selbstgemachte, wie wir sie von früher her kennen, und die zudem auch noch einen Bezug zum Spiel hatte.

    Alles nicht meine Welt, aber das ist am Ende nicht relevant. Wie man wieder "echte" Eishockey-Fans jüngeren Alters für die DEG und den Sport selbst begeistern kann, weiß ich auch nicht. :dontknow:

    Gruß, Michael

    Eishockey … Eishockey … Eishockey spielt nur die DEG :deg-schal:

  • Denkst du das ist ein Problem in allen Hallen, oder nur bei uns? Das wäre ja wichtig, um irgendwo sinnvoll ansetzen zu können, wenn man dies ändern möchte.

    Ich glaube, es ist ein Sportartproblem.
    Ich bin viel unterwegs und so viel "altes" Publikum sehe ich überwiegend beim Eishockey und Handball, aber das auch in diversen Städten.
    Scheint halt nicht (mehr) so attraktib zu sein und findet in der Medienlandschaft halt auch kaum statt. Ist halt irgendwie nur noch was für Nerds.

  • Könnte auch damit zusammenhängen, dass Eishockey auch für Fans (nicht nur als Eltern des Nachwuchses) ein sehr teurer Sport ist. Sicher, heutzutage ist jedes Event teuer und ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Geld die Leute so bei einem Konzert, Fußballspiel etc. raushauen. Aber allein durch die hohe Anzahl von Heimspielen wird Eishockey im Vergleich zum Fußball wahnsinnig teuer, selbst wenn man die Prämisse setzt, dass die Kosten pro Spiel gleich sind. Und das wage ich stark zu bezweifeln, ohne dass ich das belegen könnte.

  • Wie man wieder "echte" Eishockey-Fans jüngeren Alters für die DEG und den Sport selbst begeistern kann, weiß ich auch nicht.

    ...es passiert ja was mit dem "Schools Day" und Freikarten, Social Media Präsenz, NHL und WM in Düsseldorf, WM Eröffnung "Auf Schalke", aber letztlich steht und fällt alles mit dem sportlichen Erfolg der DEG.

    Die NFL zB vermarktet sich hier in Deutschland äußerst clever, gerade bei jüngerem Publikum, auch über die TV Formate RAN und jetzt RTL; die Spiele die hier statt finden sind immer ausverkauft, Merch und Fanartikel verkaufen sich irre, aber auf den heimischen Football, die GFL oder zigfache erfolglose Versuche eine kleinere NFL Kirmes-Liga zu etablieren hatte das kaum positiven Einfluß!

  • Okay, - was haben wir gesammelt, was zahlreiche, motivierte jüngere Fans lockt:

    eine erfolgreiche Mannschaft

    Eventcharakter, Animation

    Sonderaktionen für junge Menschen

    moderate Preisgestaltung

    Präsenz in diversen Medien

    Habe ich etwas vergessen? Diese Faktoren versuchen wahrscheinlich alle Vereine zu bedienen, - bis auf "Erfolg" geht das ja auch.

    Dennoch gibt es an den Standorten der ersten und zweiten Liga Unterschiede.

    Mir fällt noch ein:

    Alleinstellungsmerkmale (Standort, Stadion, Mannschaft, etc)

    Identifikation mit dem Verein (z.B. aufgrund von Persönlichkeiten, sozialem Engagement)

    Ich habe das Gefühl, jetzt wäre in Düsseldorf eine gute Zeit, wieder etwas entstehen zu lassen, - so vom "Tiefpunkt" wieder durchstartend. Es wäre schön, wenn durch diverse Puzzlesteine eine Dynamik entstehen würde, die uns motiviert und trägt.

  • Man sieht ja was in Krefeld möglich war nach dem Abstieg, als der Erfolg wieder eingetreten ist. Vorher waren die Heimspiele sehr schlecht besucht und gegen uns eigentlich nie ausverkauft. Mit ein wenig Erfolg rennt auf einmal jeder hin. Bin zuversichtlich, das wenn es wieder Spaß macht zur DEG zu gehen, weil man viele Siege sehen kann, dann werden die Zuschauerzahlen wieder besser. Man sollte auch nicht vergessen, dass der Zuschauerschnitt trotz der schlechtesten Saison der Vereinsgeschichte immer noch besser wie in Krefeld waren.

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