Stellungnahme des Vorstands des Fanprojekt Krefeld Pinguine e.V. zu den Sanktionen gegen Krefelder Gästefans bei Auswärtsspielen in Düsseldorf
Nachdem die Düsseldorfer EG vor gut einer Woche einen Beitrag veröffentlicht hat, in dem Krefelder Fans Becherwürfe bei einem Auswärtsspiel vorgeworfen werden, haben sich viele von euch gefragt, bei welchem Spiel das überhaupt passiert sein soll.
In den vergangenen Tagen haben wir mit zahlreichen Fans und Verantwortlichen gesprochen, die beim vergangenen Derby am 30.11.2025 in Düsseldorf im Stadion waren. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Vorwürfe von Becherwürfen treffen so nicht zu.
Ja, beim Torjubel ist vereinzelt Bier in die Luft gegangen – das kennt jeder, der regelmäßig im Stadion steht. Becher wurden dabei jedoch weder in andere Blöcke noch in den Unterrang geworfen. Das können wir klar sagen.
Gerade der Verweis auf den Unterrang sorgt bei vielen für Kopfschütteln. Beim letzten Auswärtsspiel in Düsseldorf war der komplette Unterrang von Krefelder Fans besetzt. Auch wenn das in Düsseldorf offenbar anders wahrgenommen wird:
Krefelder Fans werfen keine Becher auf Krefelder – hier steht man zusammen.
Vor diesem Hintergrund entsteht bei vielen von euch der Eindruck, dass mit immer neuen Maßnahmen versucht wird, den Aufenthalt für Krefelder Gästefans in Düsseldorf Stück für Stück unattraktiver zu machen.
Wir appellieren daher an die Düsseldorfer EG und die Verantwortlichen, die Entscheidung, beim nächsten Auswärtsspiel Getränke im Innenraum zu verbieten, noch einmal zu überdenken.
Denn was passiert, wenn im Zwei-Wochen-Rhythmus neue Verbote ausgesprochen werden? Am Ende leidet die Fankultur. Angefangen bei Einschränkungen für Schwenk- und Zaunfahnen, über Auflagen für Megafone und Trommeln, bis nun hin zu einem Getränkeverbot im Innenraum eines Eishockeystadions.
Auch wir in Krefeld könnten anders reagieren, wenn wir Vorfälle aus den vergangenen Jahren zum Maßstab nehmen würden. Mehrfach sind dabei Becher von DEG-Fans sogar im Krefelder Kidsblock gelandet.
Trotzdem haben wir uns bewusst gegen pauschale Sanktionen entschieden – aus Respekt voreinander und im Sinne einer lebendigen Fankultur.
Beim kommenden Auswärtsspiel in Düsseldorf werden erneut mehrere tausend Krefelder Fans im Stadion sein. Umso unverständlicher ist für viele, warum die schwarz-gelbe Ostkurve weiterhin mit besonders strengen Auflagen bei Zaunfahnen, Megafonen oder Trommeln belegt wird.
Statt immer neue Einschränkungen zu schaffen, wünschen wir uns einen offenen und fairen Umgang mit der Fankultur des Straßenbahnderbys. Die Stimmung macht dieses Duell aus – sie ist laut, leidenschaftlich und gehört einfach dazu.
Versuche, die Krefelder Fankurve kleinzuhalten, haben bisher nicht funktioniert – und werden es auch in Zukunft nicht.
Der Vorstand des Fanprojekts Krefeld Pinguine e.V.